Wohn- und Geschäftshaus

Aachener Str. 32, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1885 - 90


  • vier Geschosse, ausgebautes Dachgeschoss
  • drei Achsen
  • Backsteinfassade mit Stuckornamenten
  • Stil: Neo Renaissance ("Deutsche Renaissance")

 

Fassade

Die axial gegliederte Fassade wird im ersten Obergeschoss durch einen Erker (mit Balkon im zweiten Obergeschoss) geschmückt, eine hohe Dachgaube im (ausgebauten) Dachgeschoß fungiert als Bekrönung.

Die Fenster des Ladengeschosses im Erdgeschoss wurden erneuert, auch die der anderen Geschosse (mit Ausnahme des dritten Obergeschosses).

Inneres

Man betritt das Innere des Hauses durch eine hohe Hofzufahrt mit stuckierten Wandspiegeln, Pfeilervorlagen und stuckierter Decke. Ein enges Holztreppenhaus mit Holzgeländer führt zu den Wohngeschossen, deren Ausbau - Türen, Fußböden und größtenteils stuckierte Decken - original erhalten blieben und die ornamentreiche Handwerkskunst des Historismus in einer schlichteren Form dokumentieren.

Das Hinterhaus ist teilweise verputzt, hier finden sich auch originale Fenster.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus Aachener Str. 32 ist bedeutend für die Menschen der Kölner Neustadt, da die Geschichte dieses Stadtteils dokumentiert und aus der Zeit der Erstbebauung dieses Stadtteils nach der Niederlegung der Stadtmauern 1881 stammt. Das Mietstockwerksgebäude liegt an der alten, schon von den Römern benutzten Ausfallstraße nach Aachen, die gemäß der vom Kölner Stadtbaumeister Hermann Josef Stübben (1845-1936) konzipierten Planung der Kölner Neustadt mit vielgeschossigen Mietwohnungsbauten relativ früh im Stile des Historismus bebaut wurde.

Städtebaulich ist das Gebäude innerhalb eines weitgehend einheitlich erhaltenen Ensembles der beginnenden Aachener Straße (Häuser Nr. 30, 32 - 38 sind original) unverzichtbar. Sie bestimmen das überwiegend historische Bild dieser breitangelegten Ausfallstraße vor dem Aachener Tor.

Referenz: 0032


Das Denkmal hat die Nummer 3638 und ist seit dem 2. Juli 1986 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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