Wohnhaus

Gilbachstr. 15, 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: etwa 1889/90


  • vier Geschosse
  • drei Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: ausgehender Historismus, Neo Gotik

 

Fassade

Die Fassade ist axial betont, der Mittelerker reicht über das erste und zweite Obergeschoss. Die Formensprache ist der Neogotik (in ihrer süddeutschen Ausprägung) entlehnt, sehr feingliedrige Fenstersprossen sowie die Brüstungen des zweiten Obergeschosses wandeln das Spitzbogenmotiv phantasievoll ab.

Erdgeschoß und Souterrain sind durch ein kräftiges Gesims von den Obergeschossen getrennt. Das dritte Obergeschoss tritt wiederum leicht hinter einem ausladenden Abschlußgesims zurück und ist fast schmucklos.

Rückseite

Die rückwärtige Fassade ist aus Backstein.

Im Inneren

Im Innern blieb der reich historische Ausbau fast völlig erhalten. Die Eingangshalle schließt gegen das großzügige Treppenhaus aus Terrazzotreppen und geschnitzten, eckigen (!) Holzpfosten mit einem Spitzbogen und eingestellten Rundsäulen ab.

Die originalen Wohnungsabschlüsse (mit zwei Türen), Innentüren, Stuckdecken und Ornamentfliesen im Treppenhaus sind erhaltenswert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Neustadt, da es aus der Zeit der Erstbebauung dieses Stadtteils stammt. Die Kölner Neustadt wurde ab 1881 nach der Niederlegung der mittelalterlichen Umwallungen vom Stadtbaumeister Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplant und in wenigen Jahren bebaut. Städtebaulich ist das Objekt ein unverzichtbarer Teil des Ensembles der Gilbachstraße, in der sich ein bedeutender Teil der historischen Erstbebauung am Stadtgarten erhalten hat.

Referenz: 4041


Das Denkmal hat die Nummer 3630 und ist seit dem 1. Juli 1986 geschützt.

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