Wohn- und Geschäftshaus

Filzengraben 43, 50676 Köln - Altstadt-Süd
Errichtet: 16. bis 18. Jahrhundert


Eckhaus zu Auf Rheinberg

ehem. Weinhaus Duhr

  • zwei Geschosse, ausgebautes Mansarddach
  • Putzfassade mit sparsamer Werksteingliederung

 

Fassade

  • Dachgauben (in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand renkonstruiert)
  • zurückgesetztes Erdgeschoss mit Laubengang und zwei Säulen
  • Fenster und Türen verändert (teilweise geschlossen)

 

Rückwärtiger Gebäudeteil durch mehrgeschossigen, flachen Anbau verändert.

Im Innern original erhalten: Gewölbekeller mit Resten eines mittelalterlichen Fundaments.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus Filzengraben Nr. 43 gehört als unverzichtbarer Bestandteil zu den wenigen der Kölner Altstadt, die den Zweiten Weltkrieg überdauert haben. Der Filzengraben, vom Mühlenbach zu Am Leystapel verlaufend, und nach den hier im Mittelalter ansässigen Filzern benannt, war ehem. von patrizischen Bauten - etwa dem Zunfthaus der Faßbinder von 1537 - geprägt. Von dieser ursprünglichen Bebauung hat sich alllein das o. g. Gebäude erhalten. Besonders markant hebt es sich durch den Laubengang hervor, durch den der Bau auch eine zusätzliche Betonung erfährt.

Das Haus Nr. 43 ist trotz einiger Veränderungen ein wichtiges Dokument, das die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung und das historische Erscheinungsbild der Straße bewahrt.

Referenz: 3648


Das Denkmal hat die Nummer 3096 und ist seit dem 12. August 1985 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
Zum Denkmalkatalog Kommentar zum Denkmal abgeben