Wohn- und Geschäftshaus

Pfeilstr. 17, 50672 Köln - Altstadt-Nord
Errichtet: um 1910


  • vier Geschosse
  • drei Achsen
  • Putzfassade

 

Fassade

 Die Ornamentik beschränkt sich auf rosettenartige Stuckverzierungen über den Fenstern des ersten und dritten Obergeschosses.

Die stuckbogenüberwölbten Fenster sind mit den nach dem Original erneuerten Sprossenfenstern an die der älteren Nachbarbebauung angeglichen, deren historisierende Proportionen und Grundriß das Haus ebenfalls aufweist.

Inneres

Im Innern zeigt der Eingang den schwarz-weißen Fliesenboden einfacherer Bauten, der zusammen mit der Holztreppe mit teilweise erhaltenem Holzgeländer den schlichten Standard in der Altstadt auch in der Spätzeit des Historismus dokumentiert.

Teilweise originale Wohnungs- und Zimmertüren.

Die rückwärtige Fassade ist in Backstein gehalten.

 

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es zum Restbestand der wenigen noch verbliebenen historischen Bauwerke gehört. Die Altstadt Kölns wurde im letzten Krieg zu über 90 % zerstört. Hier befand sich aber weitgehend schon nicht mehr die mittlalterliche Bebauung, die in Köln noch teilweise bis ins 19. Jh. bestanden hatte, sondern die historisierende Neubebauung des in Köln um die Mitte des 19.Jh. einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwungs. Dieser machte aus der durch den Aufstieg der Niederlanden entmachteten ehem. rheinischen Bürgerstadt mit ihren vielen Kirchen und Klöstern eine immer dichter besiedelte, bald die alten Mauern sprengende Großstadt. Die Entwicklungsgeschichte der Stadt blieb v. a. im Straßenraster - vom Straßenkreuz des römischen Lagers bis zu den Mauer- und Festungsringen - erhalten. Die Pfeilstraße ist eine ältere, etwa vom Hahnentor ausgehende Wohn- und Geschäftsstraße mit überwiegend historischer Bebauung.

Städtebaulich ist auf den engen Zusammenhang des o. g. Hauses mit der historischen Nachbarbebauung hinzuweisen, deren Geschlossenheit und Maßstäblichkeit den Charakter der Straße prägen. Das Gebäude ist deshalb für die Altstadt unverzichtbar.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 7161


Das Denkmal hat die Nummer 3015 und ist seit dem 20. Juni 1985 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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