Lagergebäude 22 (sog. Siebengebirge) u. ehem. Rheinbastion

Agrippinawerft, 50678 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1908/1909


Architekt: Hans Verbeek (1873-1954)

Lagergebäude 22 (im Volksmund:"Siebengebirge")

  • Stahlbetonbau auf längsrechteckigem Grundrss
  • zwei Vollgeschosse,
  • vier bis fünf Dachgeschosse,
  • drei Bauteile zur Landseitemit sieben Zwerchgiebeln
  • sieben Bauteile zur Flußseite mit neun Zwerchgiebeln in voller Höhe der durchlaufenden Satteldächer
  • zwei zylindrische Treppentürme,
  • Loggien,
  • Putzfassaden,
  • liegende Rechteckfenster als Fassadengliederung

 

im Norden Kontorgebäude

  • Satteldach
  • Turm
  • zwei Geschosse,
  • ausgebautes Dachgeschoß.

 

Im Süden später errichteter monumentaler Silobau.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmäler notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da diese Denkmäler sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen sind, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für ihre Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Im Zuge der von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplanten Stadterweiterung Kölns ab 1881, in deren Zusammenhang auch die Befestigungsmauern an der Rheinfront fielen, wurde 1892-98 auf der dem Rheinufer vorgelagerten Insel, dem sogenannten Werthchen, der Rheinauhafen angelegt.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde das Hafengelände, das ursprünglich nur bis zum Bayenturm reichte, erweitert. So entstand 1908/09 nach den Entwürfen von Stadtbaumeister Hans Verbeek ein neuer Speicherbau, das sogenannte "Siebengebirge" auf der Agrippinawerft. Es handelt sich hier um eines der frühesten Bauwerke, das vollständig in Stahlbeton ausgeführt wurde. Die reich gegliederte Dachlandschaft mit eingestellten Treppentürmen sollte die optische Einbindung des 170 m langen monumentalen Bauwerks in das historische Stadtgefüge gewährleisten. 

Das Objekt ist auch  integraler Bestandteil des vielteiligen Denkmal-Ensembles "Rheinauhafen" .


Das Denkmal hat die Nummer 3 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

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