Wohnhaus

Agrippinaufer 8, 50678 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1917


Eckhaus Agrippinaufer/Trajanstr.

Architekten: Jakob Koerfer (1875-1930)

                    Leopold Schweitzer (?)

 

  • vier Geschosse, Attikageschoss
  • drei Achsen
  • Werksteinfassade
  • Stil: Neo Klassizismus

 

Das Objekt Agrippinaufer 2 - 8/Trajanstraße 16 - 18 ist eine im Jahre 1917 von den Architekten Schweitzer und Koerfer errichtete Wohnhausgruppe mit vier Geschossen und einem Attikageschoß. Die Häuser Agrippinaufer 2 und Trajanstraße 18 sind 7achsig und über eine fünf Achsen breite Hausfront zum Ubierrring miteinander verbunden. Die angrenzenden Häuser Agrippinaufer 4, 6 und 8 sowie Trajanstraße 16 sind 3achsig.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Fassade

Die Werksteinfassade des Gebäudekomplexes ist einheitlich gegliedert:

  • ein Geschoßgesims zwischen Hochparterre und den Obergeschossen
  • das Fenstergesims zum dritten Obergeschoss
  • das über dem Kranzgesims zurückversetzte Attikageschoß
  • die mit schmiedeeisernen Gittern versehenen Balkone zum ersten Obergeschoss

bewirken eine horizontale Gliederung.

 

  • Wandvorlagen zwischen den Fensterachsen ab dem ersten Obergeschoss
  • geschoßverbindende Fenstereinfassungen im ersten Obergeschoss und zweiten Obergeschoss , deren Muster auch seitlich der Fenster im dritten Obergeschoss vorzufinden ist
  • längliche, rechteckige Werksteinfächer zwischen den Fenstern im Attikageschoß

rufen eine vertikale Gliederung hervor.

Die Türgewände sind bei jedem Hauseingang individuell gestaltet, Fensterteilungen und Haustüren z. T. original erhalten.

 

Das Objekt zeichnet sich v. a. durch die nüchterne, jedoch ausgesprochen repräsentative Gestaltung der Fassade im Stil des Neoklassizismus aus und ist in seiner Gesamtheit Ausdruck für die architektonischen Leistungen der Kölner Architekten Schweitzer und Koerfer.

Der Gebäudekomplex bildet mit dem originalen Baubestand er Trajanstraße (Nr. 14 und zahlreiche Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite), mit der Lagerhausreihe am Agrippinaufer sowie mit der repräsentativen Bebauung am Ubierrring - insbesondere der ungeraden Seite bis zum Rautenstrauch-Joest-Museum - ein städtebauliches Ensemble.

Referenz: 0086


Das Denkmal hat die Nummer 2921 und ist seit dem 11. April 1985 geschützt.

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