Wohnhaus

Gocher Str. 17, 50733 Köln - Nippes
Errichtet: 1911 inschriftlich datiert


Architekt: Hermann Becker (?-?)

  • drei Geschosse, Giebelgeschoss, Seitenhaus
  • drei Achsen
  • Putzfassade mit Stuckgliederung
  • Stil: Neo Renaissance, deutsch, mit Schmucklementen des Jugendstils und des Neo Klassizismus

 

Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches Zeugnis von Nippes. Es dokumentiert in seiner Erscheinung die Bebauung der Gocher Straße, einer der Kernstraßen dieses Vororts, im Jahre 1911.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Von denkmalspflegerischer Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung und Innenausstattung.

Fassade

Der asymmetrische Aufbau der Straßenfront des Hauses ist mit Erker/Giebel/Seitenerker mit Nebenaufsatz der deutschen Renaissance verpflichtet, während die Schmuckelemente der Fensterbrüstungen, Friese sowie Mauerflächen am Erker vom Jugendstil und Neuklassizismus geprägt sind. Die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung wird betont durch original erhaltene Fenster, Rolläden (Erdgeschoss) und Kellerfenstergitter. Original erhalten sind die Hausmauer mit Pfosten und Eisengitter sowie der schmiedeeiserne Trennzaun.

Hofseite

Die Hoffassade wird durch Wintergarten (Erdgeschoss), verglaste Balkone und schmale, mit Balustrade versehene, Eckbalkone gegliedert.

Inneres

Im Hausinnern sind von der originalen Einrichtung verhanden:

im Eingangsbereich/Terppenhaus

  • Marmorausstattung
  • Differenzstufen
  • z. T. erhaltener Wandsockel)
  • Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer
  • Wohnungstüren
  • Kellertür

in den Wohnungen:

  • Stuckdecken
  • Zimmertüren
  • Kachelsockel in den Küchen
  • Parkettfußboden/Erdgeschoss
  • Pitchpine-Dielenboden/Obergeschosse

 

Mit den Wohnhäusern Nr. 19, 21 und 23 bildet das Haus ein fast zeitgleiches Gebäudeensemble, das in seiner Vielgestaltigkeit ein anschauliches Beispiel der Baukunst Anfang des 20. Jh. darstellt.

Referenz: 4130


Das Denkmal hat die Nummer 2909 und ist seit dem 27. März 1985 geschützt.

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Unknown_user

Anonym  sagt: "hugo henn architekt"

Hermann Becker hat für den Architekten Hugo Henn die Fassaden gezeichnet. Hugo Henn hat weitere Häuser in Köln-Nippes gebaut: Gocher Str. 17, 19 (heute noch von der Familie bewohnt) , 21, 23, 25, 27, 29, 31 Weseler Str. 1-3, 5, 7, 9 und 11 Merheimer Str. 206-08, 210, 212, 214, 216, 220, 222, 224 Simon-Meister-Str. 19d, 23, 25, 25b, 25c, 25d, 34, 36, 38, 40 auch in der Kempener Str.

Geschrieben: vor mehr als 9 Jahre


Unknown_user

Anonym  sagt:

Der Architekt hieß Hugo Henn, der auch in der unmittelbaren Umgebung einige Häuser geplant und errichtet hat. Darunter auch die Häuser Gocher Straße 19,21, 23.

Geschrieben: vor etwa 10 Jahre