Wohnhaus

Im Park 8, 50996 Köln - Rodenkirchen
Errichtet: 1932


Architekt: Hans Schumacher (1891-1982)

  • drei Geschosse
  • Stahlskelettbauweise
  • Putzfassade
  • Sti: Bauhausstil, "Internationaler Stil"

 

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere den Stadtteil Rodenkirchen, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert.

Rodenkirchen liegt im Süden Kölns und ist geschichtlich schon zu römischer bzw. fränkischer Zeit nachweisbar. Im Mittelalter war es ein Fischerdorf; die Höfe waren damals Lehensgüter Kölner Klöster. Südlich des alten Ortskerns um St. Maternus entstanden in Rheinlage um die Jahrhundertwende die ersten Villen.

In den 20er Jahren d. Jh. haben im sog. Rodenkirchener "Künsterlerviertel" angesehene Architekten erhaltenswerte Villen errichtet, die nunmehr städtebaulich zu einem Ensemble zusammengewachsen sind. Die Wohnstraße Im Park ist eine von der Walter-Rathenau-Straße abgehende Stichstraße mit neuerer Villenbebauung.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die am Ende eines kurzen Erschließungsweges gelegene Villa erstreckt sich in die Tiefe des Grundstücks bis an die Rheinfront. Sie wurde 1932 vom Architekten Hans Schumacher (1891-1982) im Bauhausstil in Skelettbauweise errichtet. Auf einem eingezogenen Erdgeschoss, das Nebenräume und Garage aufnimmt, sitzt das erste Obergeschoss als bis zum Rhein hin reichendes, hochwasserfreies Wohngeschoß. Darüber erstreckt sich, um eine große Dachterrasse zurückgesetzt, das flachdach-gedeckte zweite Obergeschoss .

Die starke horizontale Ausdehnung der Villa wird noch durch die Reihung der Glasfensterfront über der durchlaufenden Brüstung unterstrichen; zum Rhein hin läuft das Haus in einer gebogenen Pergola aus. Flache, weit vorkragende Betondächer, als Rundrohre horizontal verlaufende Geländer, die schlanken Pfeiler des Skeletts geben dem Haus eine offene Leichtigkeit. Bei weitgehend stilähnlich erneuerten Fenstern bietet sich die Villa als weißer Putzbau äußerlich fast im Originalzustand (kleinere Änderungen im Dachbereich) dar. Auch die originale Einfriedung zum Rhein hin blieb erhalten (Eisengeländer auf Ziegelsteinmauer). Da das Grundstück recht schmal ist, sind die Dachgärten eine bauliche Grundstückserweiterung. Eine alte Rotbuche steht im Osten des Gartens.

Referenz: 4966


Das Denkmal hat die Nummer 2883 und ist seit dem 25. März 1985 geschützt.

Denkmal <Wohnhaus> bearbeiten
Zum Denkmalkatalog Kommentar zum Denkmal abgeben