Wohnhaus

Thürmchenswall 64, 50668 Köln - Altstadt-Nord
Errichtet: um 1905


  • vier Geschosse
  • drei Achsen
  • rote Backsteinfassade mit Stuckdekoration
  • Stil: gründerzeitlicher Historismus

 

Vom Typ stellt das Haus eine Variante des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses dar. Die teilweise originalen Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassade.

Im Hausinnern sind erhaltswert:

  • Terrazzotreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten
  • einige Türrahmen
  • Badtür im Erdgeschoss

 

Im letzten Weltkrieg wurde die Altstadt zu über 90 % zerstört. Das Haus ist ein baugeschichtliches Zeugnis der Kölner Altstadt; es gehört zum Bestand der wenigen noch vorhandenen Bauwerken. Im Zeitalter der Industrialisierung erlebte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein rascher Bevölkerungszuwachs führte zu reger Bautätigkeit, die sowohl die Gründung der Neustadt als auch die intensive Bebauung der alten Straßenzüge innerhalb der ehemaligen Stadtgrenzen zur Folge hatte. Davon wurden ebenfalls die um das Eigelsteintor gelegenen Gebiete betroffen. Das Haus Thürmchenswall 64 gehört zum originalen Bestand der Folgebebauung in der nördlichen Altstadt. In der Gestaltung korrespondiert es in Proportionen, Material und Stil mit den Häusern 62, 49 und 51 sowie dem Eckhaus Clever Str. 1. Es bildet mit diesen Häusern eine städtebauliche Einheit, wodurch der mittleren Straßenbereich des Thürmchenswalls hervorgehoben wird.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

 

Referenz: 8661


Das Denkmal hat die Nummer 2746 und ist seit dem 6. November 1984 geschützt.

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