Wohnhaus

Blumenthalstr. 24, 50670 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1906


  • vier Geschosse, Giebelgeschoss, Sockel
  • drei Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: Jugendstil

 

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Gereonswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Blumenthalstraße entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit gehobenen Wohnansprüchen.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Fassade

Ein Risalit mit Balkon und einem Giebel vor einem Mansarddach betonen die verdoppelte Mittelachse. Je ein verdoppeltes Gesims gliedert die gequaderte Fassade in drei Zonen. Die originale Haustür, die originalen Fensterkämpfer im Erdgeschoss und dritten Obergeschoss sowie die Gitter der Kellerfenster dokumentieren die ursprüngliche ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

Die originale Einfriedung des Hauses durch einen Vorgarten verstärkt seine repräsentative Erscheinung.

Inneres

Im Hausinnern ist erhaltungswürdig:

  • Hausflur
  • Terrazzofußboden
  • Wandfliesen
  • Wandstuck
  • Deckenstuck
  • Treppenhaus
  • Terrazzotreppe mit Holzgeländer
  • Deckenstuck
  • originale Wohungsabschlußtüren
  • Wohnungen
  • Stuckdecken in Wohnzimmern
  • originale Zimmertüren
  • originale Grundrißstruktur

 

Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den anderen Bauten der Blumenthalstraße Nr. 6, 8, 20, 22, 26, 28, 30, 54, 64, 66, 68, 70, 72 sowie 15, 17, 21, 75, 81, 95, 97 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von (meist dreiachsigen) Jugendstilhäusern mit Risaliten und Giebeln, das das Erscheinungsbild dieser Allee maßgeblich prägt und ihren vornehmen Charakter unterstreicht.

Referenz: 2500


Das Denkmal hat die Nummer 2725 und ist seit dem 17. Oktober 1984 geschützt.

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