Wohnhaus

Elsaßstr. 65, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1905


  • vier Geschosse und ein Giebelgeschoss
  • zwei (vier) Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: Jugendstil

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehem. Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen.

In der Elsaßstraße entstanden in den 80er bis 90er Jahren vor allem Mietshäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume; Bindfadenfabrik Rosenthal).

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus mit  originalem Ladenlokal  zeigt eine asymmetrische Fassade mit Erker, Ziergiebel (zweite Achse) und Fensterbalkons (erste Achse), Stuckgliederung im barockierenden Jugendstil.

Originale

  • Fenster
  • Haustür
  • Ladenlokal
  • Dachgaube im Mansarddach

vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

 

Im Hausinnern sind erhaltungswürdig:

  • Hausflur
  • Terrazzofußboden
  • Wandfliesen
  • Decken- und Wandstuck
  • Treppenhaus
  • Terrazzotreppe mit Holzgeländer Wandfliesen
  • Wohnungseingangstüren
  • originale Grundrißstruktur der Wohnräume.

Das o. g. Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses (im EG sichtbar) auf L-förmigen Grundriß dar. Mit den Bauten Elsaßstraße Nr. 38 und 40 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von Jugendstilhäusern, die die Endphase der Erstbebauung dieser Parallelstraße zum Ring dokumentiert.

Referenz: 3445


Das Denkmal hat die Nummer 2543 und ist seit dem 23. Juli 1984 geschützt.

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