Herler Mühle (ehem. Wassermühle)

Buchheimer Ring 87, 51067 Köln - Buchheim Hofanlage bestehend aus

Mühlengebäude: Bruchmauerwerk des unteren Mühlenraums aus dem 14. Jh., zwei Geschosse, fünf Achsen, Satteldach, geschlämmte Backsteinfassade, hinterer nordöstlicher Teil in Holzfachwerk, Dachhäuschen, Eingangstür (1650); Holzmühlenrad. Im Innern original erhalten: Teile des Mahlwerks.

und

Wohnhaus: 19. Jh., zwei Geschosse, fünf Achsen, Satteldach, verschiefertes Fachwerk, originale Fenster mit Schlagläden, originale Haustür. Im Inneren original erhalten: Fußbodenfliesen im Hausflur, Holztreppe, Grundriß der Innenräume.

Daran anschließend ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude mit geschlämmter Backsteinfassade und Satteldach.

Scheune: geschlämmte Backsteinfassade, Satteldach.

Wirtschaftsgebäude (ehem. Remise): eingeschossig, geschlämmte Backsteinfassade, Mansarddach, alte Holzfenster, Eingangstür (20er Jahre des 20. Jh.)

Stallungen: eingeschossig, backsteingefülltes Fachwerk, Satteldach.

Weitere originale Bestandteile der gesamten Anlage: schmiedeeisernes Tor, gußeiserne Wasserpumpe.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Herler Mühle, die seit fränkischer Zeit bis ins 17. Jh. hinein mit der Herler Burg ein Besitztum bildete, ist - neben der Burg - einziges Zeugnis des alten Buchheim. Gemeinsam mit der Iddelsfelder und Wichheimer Mühle ist sie die einzige erhaltene Wassermühle in Köln. Die geschlossene, im typisch bergischen Stil errichtete Fachwerkhofanlage, die teilweise verschiefert ist, diente lange Jahre als Öl- und Mahlmühle. Ein altes Mühlrad mit Teilen des Mahlwerks und ein Dachhäuschen über dem Eingang des Mühlengebäudes weisen auf die ursprüngliche Nutzung des Hauses hin. Die Herler Mühle veranschaulicht das Erscheinungsbild einer Gewerbestätte aus dem 14. Jh. bzw. deren Ausbau im 18. und 19. Jh., anhand dessen ein Einblick in die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse in Buchheim gegeben wird. Mit der Lage - freistehend - inmitten eines Landschaftsschutzgebiets dokumentiert das o. g. Objekt (zusammen mit Haus Herl) von der ehemaligen ländlichen Ansiedlung Buchheim.

Referenz: 2726


Das Denkmal hat die Nummer 2539 und ist seit dem 23. Juli 1984 geschützt.

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