Haus Isenburg

Johann-Bensberg-Str. 67, 51067 Köln - Holweide
Errichtet: 17. - 19. Jh./Herrenhaus: 1803


Wasserburg

Die Wasserburganlage Isenburg ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Holweide, da es die Entstehung dieses Ortes dokumentiert. Als Zeugen der ältesten Besiedlung Holweides sind die heute noch vorhandenen Wasserburgen und Mühlen, deren heutige Gebäude allerdings nicht mehr aus der Entstehungszeit stammen. Die Isenburg wurde urkundlich erstmals 1364 erwähnt. Im 18. bzw. 19. Jh. erfuhren diese Siedlungskerne einen Aufschwung - als Wohngebiet des gewerblichen bzw. industriellen Handelszentrums Mülheim.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Burganlage Isenburg weist die typischen Merkmale einer Wasserburg auf: Das Herrenhaus als sog. Hauptburg liegt auf einer erhobenen Insel, die von Wassergräben umgeben und über zwei Brücken zu erreichen ist.

Herrenhaus und Turm

  • drei Geschosse
  • fünf Achsen
  • Putzfassade mit Werksteingliederungen
  • Stil: Klassizismus

Das  Herrenhaus wurde an einen viereckigen  Backsteinturm aus dem 17. Jh. aufgebaut. 

Stilechte Fenster, Schlagläden, Haustür sowie eine vierstufige Freitreppe aus Werkstein ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

Der Turm zeigt

  • Backsteinmauerwerk mit Werksteingliederung
  • Maueranker
  • Zwiebelhaube mit einer Wetterfahne
  • Dachgauben.

 

Eine von zwei Seiten das Herrenhaus umgebende Terrasse aus Backsteinmauer bildet einen Vorplatz, der über eine dreibogige Brücke aus Backstein mit der Vorburg verbunden ist.

Inneres

Im Hausinnern ist erhaltungswürdig:

  • der hölzerne Windfang
  • der Fußboden aus zweifarbigen Steinplatten
  • originale Türen sowie die Stuckdecke in der Eingangshalle
  • eine Holztreppe mit geschnitzten Anfangspfosten und Holzgeländer
  • Türen im Treppenhaus
  • Stuckdecken und Zimmertüren
  • die weitgehend originale Grundrißstruktur der Räumlichkeiten.

 

Nebengebäude

Die Vorburg besteht aus ein- bis zweigeschossigen Backstein- bzw. Putzbauten, die sich um einen rechteckigen Hof gruppieren und aus dem 19. Jh. stammen.

Im ehem. "Gesindehaus" ist erhaltungswürdig: eine Holztreppe, originale Zimmertrüren sowie die originalen Fenster.

Die Hauptzufahrt zur Burg führt durch eine Kastanienallee und über eine (zweite) Backsteinbrücke.

 

Städtebaulich beherrscht das o. g. Objekt die Umgebung in Holweide und bildet einen wichtigen Orientierungspunkt. In der ortsgeschichtlichen Bedeutung korrespondiert die Isenburg mit dem ehem. Rittersitz Iddelsfeld sowie mit dem Haus Wichheim.

Referenz: 5012


Das Denkmal hat die Nummer 2498 und ist seit dem 3. Juli 1984 geschützt.

Denkmal <Haus Isenburg> bearbeiten
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