Wohnhaus

Adolphstr. 29, 50679 Köln - Deutz
Errichtet: um 1914


  • vier Geschosse, ausgebautes Dachgeschoss
  • drei Achsen
  • Stuckfassade mit Natursteinsockel
  • Stil: Neo Klassizismus, Jugendstil(?)

 

Das Objekt ist ein Dokument für die repräsentative Bebauung der Deutzer "Neustadt" östlich der Helenenwallstraße, die sich deutlich von der relativ niedrigen, einfachen Bebauung innerhalb des ehemaligen Deutzer Festungsbereichs unterscheidet.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Fassade

Die Fassade weist in der ersten und zweiten Achse von links einen Ziergiebel in der Form eines Mansarddachprofils auf. Über dem Erdgeschoss mit Natursteinsockel und dem am linken Fassadenrand lokalisierten Eingang mit halbkreisförmigem Oberlicht wird die Stuckfassade der Obergeschosse dominiert durch den trapezförmigen, vom ersten bis zum dritten Obergeschoss reichenden Mittelerker mit aufgesetztem Balkon. Erstes und zweites Obergeschoss sind durch rahmende Fenstergesimse und flache, schlichte Stuckreliefs auf den Erkerfensterbrüstungen zu einer Einheit gestaltet.

Die Sprossung der Rechteckfenster ist vollständig original.

Inneres

Im Inneren in originaler Form erhalten

  • Flur
  • schwarz-weißer Terrazzofußboden
  • die grünen Wandkacheln mit breitem Schmuckband in Jugendstilmotiven
  • Deckenstuckierung
  • Stützbogen
  • Treppenhaus
  • Terrazzotreppe
  • Holzgeländer und Holzhandlauf
  • Flurfenster
  • Wohnungsabschlüsse
  • Wohnungen
  • einige Zimmertüren
  • Stuckdecken

Diese qualitätsvollen ursprünglichen Details im Hausinnern sowie die ausgewogene und klare Gliederung der nahezu vollständig erhaltenen Fassade im neoklassizistischen Stil bestimmen den kunsthistorischen Wert des Objekts. Mit den original erhaltenen Häusern Nr. 23 und 44 in diesem Abschnitt der Adolphstraße (zwischen Helenenwallstraße und Gotenring) bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble.

Referenz: 0069


Das Denkmal hat die Nummer 2452 und ist seit dem 12. Juni 1984 geschützt.

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