Wohnhaus

Rolandstr. 14, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1914


  • vier Geschosse, zwei Giebelgeschosse
  • drei Achsen
  • Backsteinfassade mit Werksteingliederungen
  • Sti: deutsche Neo Renaissance

 

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwallund dem peußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Rolandstraße entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Fassade

Originale Fenster und eine originale Haustür sowie Ziermaueranker ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

Inneres

Im Hausinnern ist erhaltungswürdig:

  • Hausflur
  • Fußbodenfliesen
  • Marmorstufen
  • Marmorsockel
  • Wandstuck
  • ein bleigefaßtes farbiges Fenster der Supraporte
  • Treppenhaus
  • Terrazzotreppe mit Holzgeländer
  • originale Wohnungseingangstüren im
  • Wohnungen
  • originale Zimmertüren
  • verglaste Oberlichter (Küche-Flur)
  • originale Grundrißstruktur der Wohnräume.

 

Das o. g. Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses dar (allerdings ohne den üblichen Hofanbau). Mit den Häusern Rolandstraße Nr. 18, 70, 72 bildet es ein städtebauliches Ensemble von typengleichen Bauten (vier Geschosse, Erker, Giebel, Giebelgeschoß), die eine geschlossene Straßenfront und eine architektonische Antwort auf den gegenüberliegenden Gebäudekomplex der kath. Pfarrkirche und des Klosters Maria-Hilf (Rolandstraße 57 - 61) darstellen.

Referenz: 7587


Das Denkmal hat die Nummer 2321 und ist seit dem 3. Mai 1984 geschützt.

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