Wohnhaus

Elsaßstr. 36, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1890


  • vier Geschosse, Ladenlokal
  • vier Achsen
  • Backsteinfassade mit Stuckgliederung
  • Stil: deutsche Neo Renaissance.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Josef Stübben(1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den achtziger bis neunziger Jahren vor allem Miethäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).

Mit den Bauten Elsaßstraße 1, 3, 7, 9, 15, 17, 19 und 34 bildet das Haus ein städtebauliches Ensemble von Gründerzeit-Häusern, die untereinander in Maß, Proportion, Stil (Neo Renaissance) und sozialer Bestimmung (für Bewohner mit mittleren Wohnansprüchen - Angestellte bzw. Handwerker - gebaut) korrespondieren und somit das Erscheinungsbild dieser Parallel-Straße zum Karolingerring wesentlich mitprägen.

Referenz: 3449


Das Denkmal hat die Nummer 2175 und ist seit dem 30. März 1984 geschützt.

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