Wohnhaus

Eugen-Langen-Str. 11, 50968 Köln - Marienburg
Errichtet: um 1925


Villa

Architekten: Clemens Klotz (1886-1969)

    Josef Fieth (1884-1938?)

  • zwei Geschosse
  • drei Achsen
  • Putzfassade
  • Knick-Walmdach

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Marienburg, da es ein wesentliches Element des weitgehend erhaltenen Villenvororts aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Dieses Ensemble, gelegen auf einem hochwasserfreien Hügel in Stadtnähe, steht nahe den Resten eines römischen Flottenkastells, auf dessen Grundmauern im 18. Jahrhundert eine Windmühle errichtet wurde.

Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände nach Plänen des Stadtbaumeisters Hermann Josef Stübben (1845-1936) eine Villenkolonie, benannt nach dem örtlichen Gutshof, angelegt. Bedeutende deutsche Architekten wie Paul Bonatz (1877-1956), Otto March (1845-1913), Joseph Maria Olbrich (1867-1908) und andere haben hier wertvolle und unverzichtbare Beispiele repräsentativen Wohnbaus zusammen mit den gleichzeitig angelegten Gärten und Parkanlagen geschaffen.

Das Objekt steht in engem baulichen Zusammenhang mit der aus gleicher Bauzeit stammenden Villa Nr. 13 (Eckhaus zur Marienburger Str. (Marienburg). Beide Häuser sind von dem Architekt Clemens Klotz (und Regierungsbaumeister Josef Fieth) gleichartig und aneinander grenzend erbaut worden.

Das Haus Nr. 11 weist noch die originale, in offenem Schwung verlaufende, Gartenmauer auf, in die auf einem hohen Sockel eine zeitgenössische Beton-Steinplastik des Bildhauers Willy Meller (1887-1974)  eingefügt ist. Die etwas vom Art-Deco beeinflußte Sitzfigur ist auch vom großen Fenster des Wohnraums aus zentral sichtbar. Die geputzte Fassade mit drei hohen Fenstern je Geschoß wird horizontal von einem ganz durchlaufenden Balkon geteilt. Die abschließende Horizontale bildet der breit ausladende Dachüberstand, der rings um das eingeknickte Walmdach läuft. Sehr repräsentativ und dennoch voller Dynamik ist die Werkstein-Einfassung des Eingangs, der baulich wiederum vom Bogenschwung aus Gartenabschluß und Garage eingefangen wird.

Das Innere konnte nicht besichtigt werden.

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die originale Innenausstattung erhalten blieb, die einen wesentlichen Teil der spannungsreichen Raumfolge des Erdgeschoßgrundrisses ausmacht. Insbesondere die Raumfolge: tiefes Kaminzimmer, auf die Außenplastik ausgerichtet, langes Speisezimmer und zwei Achsen und runder Salon sind ein einzigartiges Dokument hoher künstlerischer Qualität, was für Köln unverzichtbar ist.

Referenz: 3539


Das Denkmal hat die Nummer 2121 und ist seit dem 9. Februar 1984 geschützt.

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