Wohnhaus

Elsaßstr. 63, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1888


  • vier Geschosse 
  • neun Achsen 
  • rote Backsteinfassade
  • Stil: französische Neo Renaissance

 

Das Miethaus  war ehemals für Arbeiter der Firma Felten & Guilleaume bestimmt.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den achtziger und neunziger Jahren vor allem Miethäuser für Arbeiter und Angestellte der Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).

Fassade

Das Gebäude zeigt  symmetrische Fassade mit Fensterbankgesimsen, gelben, horizontalen Streifen und betonter Mittelachse

  • Eingang
  • breite Treppenhausfenster
  • Frontgiebel

 

Im Hausinneren sind erhaltenswürdig:

  • Treppenhaus
  • Steintreppe
  • originale Toilettentüren 
  • originale Grundrissstruktur von Wohnräumen und Treppenhaus

 

Mit den Bauten Elsaßstraße 59, 48, 6, 4, 2 sowie dem Eckhaus Merowingerstraße 16 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble von Backsteinbauten, die untereinander in Maß, Proportionen, Material und stilistischer Gestaltung (Neo-Renaissance) korrespondieren und das Erscheinungsbild dieser Parallelstraße zum Karolingerring wesentlich mitprägen.

Referenz: 3444


Das Denkmal hat die Nummer 2120 und ist seit dem 9. Februar 1984 geschützt.

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