Wohnhaus

Baudriplatz 4, 50733 Köln - Nippes
Errichtet: um 1905


drei Geschosse ausgebautes Dachgeschoß

vier Achsen, 

Stuckfassade

Stil: Jugendstil in kubistisch-geometrischen Formen

 

Das Gebäude verefügt in der zweiten Achse über einen zweigeschossigen Erker mit aufgesetztem Balkon. Im Dachbreich befindet sich darüber ein Giebelhaus.

Reich gegliederte Fassade. Erdgeschoß in Fugenschnitt. Fenster teilweise erneuert.

Rückseite verputzt: Fenster weitgehend original, Seitenbau.

Im Inneren original erhalten:

  • Flur
  • Terrazzoboden
  • Terrazzotreppe mit Holzgeländer
  • Decken abgehangen (dahinter teilweise Reste von Deckenstuck).

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das 1888 zu Köln hin eingemeindete, ehemalige Bauerndorf Nippes zu einem wichtigen Industrie-Standort. Die Baudristraße und der Baudriplatz, an dem sich das Objekt befindet, wurden ab 1896 angelegt.

Der Platz, auf dem sich die 1880-18882 vom Dombaumeister Vincenz Statz (1819-1898) erbaute Marienkirche befindet, ist einer der typischen Platzanlagen der Jahrhundertwende - wie sie etwa auch im Stadtteil Ehrenfeld zu finden sind - und liegt im Zentrum des Ensemble-Bereichs Nippes.

Das Gebäude ist eines der wenigen, erhaltenen Dokumente der Erstbebauung. Durch seine markante Fassadengliederung, in der Stilelemente des Jugendstils in eine blockhafte, kubistische Formensprache umgesetzt wurden, hebt es sich nicht nur von zeitgleichen Beispielen ab, sondern ist auch einzigartig für die Nippeser Stadtarchitektur. Es wird somit auch zu einem unverzichtbaren Zeugnis für die Formenvielfalt der Kölner Architektur überhaupt.

Referenz: 2189


Das Denkmal hat die Nummer 1970 und ist seit dem 5. Januar 1984 geschützt.

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