Wohnhaus

Brahmsstr. 17, 50935 Köln - Lindenthal
Errichtet: um 1924


Villa

  • zwei Geschosse
  • drei Achsen
  • Werksteinfassade
  • Stil: Spätform des Historismus

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Menschen in Köln-Lindenthal, da es die Geschichte der Entwicklung dieses Stadtteils außerhalb des Stadtkerns bzw. der späteren preußischen Umwallung (oder Gürtel) dokumentiert. Lindenthal wurde 1816 als neues Siedlungsgebiet vorwiegend für Kölner Bürger von Köln aus gegründet, wobei hier bereits um das sogenannte Krieler Dömchen (katholische Kirche St. Stefan) eine dörfliche Ansiedlung vorgefunden wurde. Mit der Gründung einer Irrenanstalt, nach deren Auflösung ein Krankenhaus eingerichtet wurde, war die Basis für die spätere Universität im östlichen Teil nach der Eingemeindung Lindenthals geschaffen. Die Brahmsstraße liegt nahe dem Stadtwald östlich der Kitschburger Str. in einem an die Dürener Str. angeschlossenen Villengebiet.

Der Baukörper der Villa zeigt eine relativ konservative Gliederung des Baukörpers mit rustiziertem Erdgeschoß.Der halbrund vorspringenden Eingangsvorbau betont deutlich die Mittelachse. Das wird im Dach von der mit getrepptem Ziergiebel geschmückten Dachgaube unterstrichen, die über dem Balkon der Mittelachse angeordnet ist.

Das Haus liegt hinter einem kleinen Vorgarten mit originalen Bepflanzungen am Rand des Stadtwalds. Auf der Rückseite öffnet es sich mit einem breiten Balkon zum Garten, der alten Baumbestand aufweist.

Im Inneren blieb die Holztreppe erhalten, auch die Fenster und die Eingangstüre sind original, ebenfalls der Boden des Eingangs in Schuhofener Platten. Die Decken sind ohne Verzierungen. Das Dachgeschoß wurde neu ausgebaut.

Städtebaulich ist die Villa in ihrer klassizistischen Struktur ein Dokument einer baulichen Spätform des Historismus, der auch in der Wahl des Materials - Werkstein - zum Ausdruck kommt. Die Villa ist in ihrer Qualität und den Proportionen unbedingt erhaltenswert und für die Parkbebauung Lindenthals unverzichtbar.

Referenz: 2608


Das Denkmal hat die Nummer 1963 und ist seit dem 4. Januar 1984 geschützt.

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