Wohnhaus

Am Südpark 51, 50968 Köln - Marienburg
Errichtet: um 1925


Villa

  • zwei Geschosse
  • fünf Achsen
  • Putzfassade mit Stuckelementen als Fenserumrahmung

 

Aufbau/Fassade

Die Villa hängt durch einen Verbindungstrakt mit der Villa Nr. 49 zusammen, die die gleichen Stilelemente aufweist. Die Eingangsfassade wird von einem halbrunden Portikus bestimmt, der auf zwei Werksteinwänden ruht und im ersten Obergeschoß einen Balkon mit einfachen Eisengittern trägt. Das halbrunde Gewände der Balkontüre gleicht dem der Eingangstüre in Haus Nr. 49 (im Erdgeschoß kleinere Fensteröffnungen für Nebenräume, große Freitreppe und Vorgarten). Die rückwärtige Fassade ist mit breitem Balkon dem kleinen Garten zu geöffnet.

 

Inneres

Das Innere weist noch den originalen, klassisch repräsentativen Ausbau auf:

  • originale Türen,
  • Holzvertäfelungen
  • Holztreppe mit -geländer
  • Heizkörperverkleidungen und Einbauschränke im ersten Obergeschoß
  • originale Fenster mit Vergitterungen
  • bemerkenswert die Stuckdecken mit Kehlleiste, vor allem eine sogenannte Kölner Decke im kleinen Wohnraum
  • Marmorfensterbänke
  • Bodenbelag in Steinplatten

 

Das Dachgeschoss wurde später ausgebaut.

Zwischen den repräsentativen, neoklassizistischen Häusern Nr. 49 und 51 steht über dem erdgeschossigen Verbindungstrakt ein Mittelpavillon als leichter, dem Garten und dem Südpark zugewandten Belvedere. Die städtebaulich reizvolle Architektur versteht sich in der repräsentativen Randbebauung zum Park als ein unverzichtbares Element im Ensemble-Bereich von Marienburg.

 

 

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Marienburg, da es ein wesentliches Element des weitgehend erhaltenen Villenvororts aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Dieses Ensemble, gelegen auf einem hochwasserfreien Hügel in Stadtnähe, steht nahe den Resten eines römischen Flottenkastells, auf dessen Grundmauern im 18. Jahrhundert eine Windmühle errichtete wurde. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände nach Plänen des Stadtbaumeisters Hermann Josef Stübben (1845-1936) eine Villenkolonie, benannt nach dem örtlichen Gutshof, angelegt.

Bedeutende deutsche Architekten wie Paul Bonatz (1877-1956), Otto March (1845-1913), Joseph Maria Olbrich (1867-1908) und andere haben hier wertvolle und unverzichtbare Beispiele repräsentativen Wohnens zusammen mit den gleichzeitig angelegten Gärten und Parkanlagen geschaffen.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 1783


Das Denkmal hat die Nummer 1911 und ist seit dem 2. Dezember 1983 geschützt.

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