Wohn- und Geschäftshaus

Engelbertstr. 17, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1895


  • drei Geschosse, Souterrain
  • drei Achsen
  • Backsteinfassade mit Stuckdekor
  • Stil: deutsche Neo Renaissance

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Ring und den preußischen Befestigungsanlagen Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.

Das ursprünglich dreigeschossige Haus mit Toreinfahrt und Lokal im Souterrain  zeigt eine  Fassade aus in stilistischer Anlehnung an die deutsche Renaissance.

Je ein halbrunder Zierbalken mit originalem Gitter pro Obergeschoß betonen zusätzlich die verdoppelte dritte Achse. Das Erdgeschoß bildet mit dem Souterrain ein Sockelgeschoß, das sich durch Bänderung von der Obergeschoßzone klar absetzt.

Das Haus stellt eine ins Großstädtische entwickelte Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses über L-förmigem Grundriß dar.

Im Hausinneren sind eine steile Marmortreppe und Stuckfiguren im Hausflur erhaltenswürdig.

Mit den Bauten Nr. 1, 1a, 7 - 11 und 12 und 14 bildet das o.g. Haus ein städtebauliches Ensemble der gründerzeitlichen Bebauung, das durch historisierende, jedoch individuell unterschiedlich gestaltete Fassaden ein repräsentatives Erscheinungsbild aufweist, das jedoch standesgemäß nüchterner ausfiel, als das des parallel zur Engelbertstraße verlaufenden Rings.

Referenz: 3465


Das Denkmal hat die Nummer 1896 und ist seit dem 30. November 1983 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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