Wohnhaus

Gabelsbergerstr. 17, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1904


  • vier Geschosse, Kellergeschoss
  • sieben Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: Jugendstil

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Ring und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.

Das Gebäude zeigt eine Fassade mit flachem und sparsamen Stuckdekor in geometrischem Jugendstil. Die Fassadengliederung weist einen auf die Eingangsachse bezogenen (vierte Ache), symmetrischen Aufbau auf, wobei jeweils die äußeren zwei Achsen je einen flachen Flügel bilden, die mittleren drei Achsen einen durch zwei Erker plastisch gestalteten Mittelteil.

Die unteren Geschosse (Keller, Erdgeschoß, erstes Obergeschoß) bilden eine Dreisockelzone, über die sich die oberen, ursprünglich zwei, Geschosse (zweites und drittes Obergeschoß), zusammmengefaßt durch Backstein- bzw. Putzstreifen, erheben.

Im Hausinneren sind erhaltenswürdig:

  • Terrazzotreppe mit Eisengeländer und Holzlauf im Treppenhaus
  • originale Grundrißstruktur der Wohnungseinheiten
  • Deckenstuck-Dekor in den Wohnräumen.

 

Mit dem Nachbarhaus Nr. 15 bildet das Objekt ein Doppelhaus, das seinerseits einen Teil eines städtebaulichen Ensembles (Nr. 15 bis 19) darstellt. Diese Bauten korrespondieren untereinander in Maß, Proportionen und Stil und dokumentieren die Erstbebauung dieser, entlang dem Bahndamm verlaufenden, Straße.

Referenz: 3889


Das Denkmal hat die Nummer 1868 und ist seit dem 24. November 1983 geschützt.

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