Wohnhaus

Am Kümpchenshof 17, 50670 Köln - Neustadt-Nord

errichtet um 1890

  • vier Geschosse
  • vier Achsen

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nordwestlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes nach der Niederlegung der Stadtmauern und damit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Diese Bebauung, die nach dem vom Kölner Stadtbaumeister Hermann Josef Stübben (1845-1936)erstellten Erweiterungsplan von 1881 erfolgte, verlief um die Jahrhundertwende in mehreren Phasen. Das Gelände vor dem Güterbahnhof wurde kurz vor der Jahrhundertwende bebaut.

Das Gebäude Am Kümpchenshof 17 ist ein Miethaus dessen Vierfensterfront die Grundelemente klassizistischer Fassadengestaltung anklingen läßt. Das Gebäude ist senkrecht in zwei gleich große Teile aufgeteilt.

Die linke, leicht vorgesetzte Hälfte wird im ersten und zweiten Obergeschoß durch Giebelüberdachungen akzentuiert, während in diesen Geschossen über den rechten beiden Fenstern Rundbogengesimse angebracht sind. Das dritte Obergeschoß sowie das stark rustizierte Erdgeschoß mit rechts gelegenem Eingangstor sind wiederum einheitlich gestaltet. Über dem sehr zurückhaltenden Kranzgesims befinden sich zwei Dachgauben.

Das Gebäude ist zur Zeit unbewohnt und verschlossen. Alle Fenster sind verschalt.

Anm. von Ulrich Hermanns: Nach den neueren Fotos zu schließen hat mittlerweile eine Wiederherstellung stattgefunden. (2009)

Die Erhaltenswürdigkeit ist aus der Einheitlichkeit der Straße Am Kümpchenshof, insbesondere der Gebäudegruppe Nr. 15 - 19 zu fordern. In diesem Ensemble stellt das Haus ein wichtiges Verbindungsglied dar, in dem es mit seiner Maßstäblichkeit die ursprüngliche Ringbebauung vereinfacht an die nördliche Neustadt weiterleitet.

Referenz: 1714


Das Denkmal hat die Nummer 1611 und ist seit dem 26. September 1983 geschützt.

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