Kirche St. Clemens

Lülsdorfer Str. 114, 51143 Köln - Langel
Errichtet: 1891


Architekt: Heinrich Nagelschmidt (1822-1898)

Sti: Neo-Gotik

Im Westen des Baus erhebt sich ein Vierkantturm mit Achteckhelm, an das Langhaus schließen sich ein Querschiff mit Giebeln, polygonale Seitenkapellen, Sakristeien und der Chor an, der über sieben Seiten eines Zehnecks errichtet ist. Die neugotischen Gliederungselemente sind in Werkstein ausgeführt, die Dächer sind verschiefert.

Im Inneren überdecken Rippengewölbe alle Raumteile. Die ursprüngliche, ornamentale Ausmalung wurde 1979-80 nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder hergestellt. Die qualitätvolle Ausstattung (Altäre, Orgel, Gestühl) blieb erhalten und wurde bis 1982 weiter stilgerecht ergänzt. Die Verglasung wurde in drei Phasen nach dem zweiten Weltkrieg erneuert (u.a. von Franz Pauli).

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Kirche ist dank ihrer gut erhaltenen Ausstattung ein hervorragendes Beispiel der Kölner Neugotik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Besonders die Gestaltung der Ostpartie, die Verschränkung der drei Chöre, aber auch die Leichtigkeit des Hallenraums insgesamt sichern dem Bauwerk des äußerst fruchtbaren Architekten einen hohen Rang zu. Die Kirche ersetzte einen mittelalterlichen Vorgänger an gleicher Stelle, der um 1300 urkundlich erwähnt wurde. Die Tradition der Seelsorge im alten Siedlungsplatz Langel ist seither als Filiale der Kölner Abtei St. Pantaleon (bis 1802) dokumentiert.

Für das in einigen Partien noch gut erhaltene Ortsbild mit seinen niedrigen Bauhöhen ist der Kirchenbau von erheblicher Bedeutung. Im Landschaftsbild der Rheinauen vermag er zu dominieren.

Die Unterschutzstellung umfaßt das Kirchengebäude, seine zugehörige Geste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird, sowie alle ortsfesten Bodendenkmale, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.

Referenz: 5892


Das Denkmal hat die Nummer 1303 und ist seit dem 20. Januar 1983 geschützt.

Denkmal <Kirche St. Clemens> bearbeiten
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