Gemeindezentrum Jochen-Klepper-Haus, Kirche

Aachener Str. 1208, 50858 Köln - Weiden
Errichtet: 1912/ Umbau 1930


Eckbebauung zur Schillerstr. (Weiden)

Architekt: Emil Schreiterer (1852-1923) Ursprungsbau

 Müller & Fritsche (Umbau)

  • Klinker- und Putzfassaden
  • Mansard- und Walmdächer

 

Die Gebäudegruppe entstand ursprünglich als Gaststätte St. Florian. 

1930 wurden Wohn- und Saalbau zu einem evangelischen Kirchenzentrum umgebaut.

Die Kriegsschäden konnten bis 1953 beseitigt werden, 1979/80 wurde der Kirchensaal restauriert.

Das lang gestreckte, L-förmige Bauwerk besitzt Klinker- und Putzfassaden, Mansard- und Walmdächer. Der Giebel des westlichen Gemeindehauses lagert zur Aachener Straße auf einer Kolonnade - ein raumbildendes Motiv, das sich aus den Bedürfnissen der einstigen Gaststätte erklärt. Hierzu gehört auch die vorplatzartige Terrasse mit Treppenaufgang vor dem Saalbau, ebenso das aus einem Zierbrunnen entwickelte Krieger-Ehrenmal. Der Gesamtcharakter der Baugruppe ist den Formen des Heimatstils verpflichtet.

Im Inneren des Kirchensaals zeugt die einfache Gestaltung der Details von der handwerklich geprägten Schlichtheit und Armut der Aufbaujahre nach dem zweiten Weltkrieg. Bestimmend sind das Tonnengewölbe und die Orgelempore.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Mit ihrem äußeren Erscheinungsbild ist die Baugruppe trotz späterer Veränderungen immer noch dem direkten Umfeld der vom gleichen Architekten angeregten und gebauten Villenkolonie Weiden verpflichtet. Alle zugehörigen Bauten besaßen in ihrem von den Heimatschutz-Architekten beeinflußten Formenkanon eine hohe architektonische Qualität. Der Zustand des Kircheninneren ist bedeutsam als weitgehend erhaltene, typische Nachkriegsgestaltung.

Sowohl als Gaststätte, als auch als Kirchenzentrum ist das Jochen-Klepper-Haus eng mit der Entwicklung Weidens, das ab 1906 seine wichtigste Wachstumsphase erreichte, verbunden. Die Lage an der Aachener Straße / Ecke Schillerstraße sichert dem Giebelbau, der durch den kleinen Dachreiter und das große Kreuz auf die kirchliche Nutzung des Gebäudes hin umgestaltet wurde, eine das Stadtbild prägende Wirkung zu. Die Einbettung des Komplexes in das umgebende Grün trägt zur Verschönerung des nicht gerade harmonischen Gesamtbildes der Aachener Straße in Weiden bei.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf

  • Wohn- und Saalgebäude,
  • Terrasse,
  • begleitendes Grün
  • die Einfriedung.

 

Referenz: 0045


Das Denkmal hat die Nummer 1273 und ist seit dem 19. Januar 1983 geschützt.

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