Wohnhaus

Balthasarstr. 89, 50670 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: 1903 (inschriftlich datiert)


Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

  • fünf Geschosse,
  • fünf Achsen
  • Stuckfassade

Die symmetrisch aufgebaute, horizontal durch Geschoß- und Fenstergesimse gegliederte Fassade mit Mitteleingang, zwei Erker (Außenachsen erstes bis drittes Obergeschoß) ist mit reichhaltiger Stuckornamentik verziert:

  • ornamentierte Stuckplatten
  • unter den Fenstern des zweiten Obergeschosses,
  • zwischen Geschoß- und Fenstergesimsen der Erkerfenster

 

  • im zweiten und dritten Obergeschoß
  • Festone,
  • Kartuschen

Sie erhält durch die Erkerachsen sowie durch vom Hochparterre bis zum dritten Obergeschoß verlaufende Lisenen, die beidseitig der Mittelachse durch Stuckmotive und grüne Kachelbänder besonders reich verziert sind, eine starke Vertikalbetonung. Bogenförmige Übergiebelungen der drei Mittelfenster im ersten Obergeschoß sowie des Mittelfensters im zweiten Obergeschoß und die Bogenform der Außenachsenfenster im Hochparterre und dritten Obergeschoß bewirken in ihrer Anordnung zu den übrigen, rechteckigen Fenstern eine lebhafte Fassadengestaltung. Alle Fenster sind mit breiten Stuckrahmungen und originalen Fensterteilungen versehen.

Im Treppenhaus sind die Terrazzotreppe sowie das Jugendstil Eisengeländer mit Holzhandlauf in originalem Zustand.

Bei dem Objekt ist besonders die sehr rhythmisch gestaltete, lebhaft gegliederte Jugendstil-Fassade mit reichhaltiger Stuckornamentik erhaltenswert. Mit dem angrenzenden, in Jugendstil errichteten Schulgebäude (Nr. 87) sowie mit den Jugendstil-Wohnhäusern Nr. 82 und 84 auf der gegenüber liegenden Straßenseite bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble.

Dokument für die originale Bebauung der Balthasarstraße, wie sie im Zuge des ab 1881 von Hermann Josef Sübben (1845-1936) zur Ausführung gebrachten Neustadtplans ursprünglich vorgesehen war.

Referenz: 2139


Das Denkmal hat die Nummer 1173 und ist seit dem 25. November 1982 geschützt.

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