Wohn- und Geschäftshaus

Gilbachstr. 29a, 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1890


  • vier Geschosse, Ladenlokal und Werkstatt im Souterrain
  • drei Achsen 
  • Stuckfassade
  • Stil: italienische Neo Renaissance

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Fassade

Souterrain und Hochparterre sind rustiziert; die Stuckfassade der darüber liegenden Obergeschosse ähnelt einer aus quaderförmigen Natursteinen gefügten Wandfläche.

Horizontal wird die Fassade gegliedert durch

  • ein Geschoßgesims zwischen Hochparterre und erstem Obergeschoß
  • ein Fenstergesims im vierten Obergeschoss
  • ein einfaches Kranzgesims .

 

Eine vertikale Betonung hat rechts der hohe Hauseingang mit dem tempelartigen, spitzgiebeligen Portalbogen sowie die linke Achse durch ihre größere Fensterbreite und - ab zweitem Obergeschoß - durch die unter den Fenstern angebrachten Balustraden. Die übrigen Zierelemente der Fassade beschränken sich auf einfache Stuckplatten unter den Fenstern sowie Wappen- und Fruchtornamente über den Fenstern im zweiten Obergeschoß. Im vierten Obergeschoß haben die Schlußsteine der Fenster die Form von Stuckköpfen.

Von der originalen Innenausstattung sind erhalten:

  • Hausflur mit Terrazzofußboden
  • Holztreppe
  • einige Stuckdecken im Hochparterre und ersten Obergeschoß
  • zwei Wohnungsabschlüsse.

 

Der kunsthistorische Wert des im Stil der italienischen Renaissance errichteten Hauses zeigt sich besonders darin, daß durch geschickte Anordnung sparsam verwendeter Schmuckelemente auch bei einfachen Gebäuden eine ausgewogene, stiltypische und harmonische Gesamtwirkung erreicht werden konnte. Die städtebauliche Bedeutung zeigt sich in der ursprünglich erhaltenen, funktionalen Struktur des Hauses. Es bildet den Abschluß einer nahezu vollständigen Reihung originaler Neustadthäuser der Gründerzeit.

Dokument für die von Hermann Josef Stübben (1845-1936)geplante Neustadtbebauung, die in diesem Viertel um 1890 erfolgte.

Referenz: 4043


Das Denkmal hat die Nummer 1161 und ist seit dem 23. November 1982 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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