Wohnhaus

Blumenthalstr. 81, 50668 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1902


Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

vier Geschosse

drei Achsen

Die mittlere Achse ist als risalitartiger Erker mit aufgesetztem Balkon im dritten Obergeschoß gestaltet ist. Aufgrund ihrer Breite und ihres Schmuckreichtums stellt die Erkerachse den dominierenden Teil der Fassade dar. Es sind Im Einzelnen:

seitlich der Fenster angebrachte, in jedem Geschoß individuell gestaltete, säulenartige Pilaster,

abgerundete Ecken,

Geschoß- und Fenstergesimse mit dazwischen angebrachten Stuckverzierungen (erstes Obergeschoß: Rosette; zweites Obergeschoß: Festone) - 

Der Erker wird beidseitig flankiert von den schmaleren, weniger reich gegliederten Außenachsen mit

  • horizontalen, flachen Stuckbändern im Erdgeschoß,
  • Dreieckübergiebelungen im ersten Obergeschoß
  • Frauenköpfen mit Voluten als Fensterüberdachungen im zweiten Obergeschoß

 

Den oberen Fassadenabschluß bildet ein Gesims aus nebeneinander angeordneten, kurzen, säulenartigen Pilastern mit einem darüber gelagerten Fries aus vor- und zurück springenden Blöckchen.

Im Hausinneren sind erhaltenswert

  • der halbkreisförmige Stützbogen im Flur,
  • die Treppe mit Geländer und Handlauf aus Holz,
  • der markante Antrittspfosten
  • die originalen Flurfenster .

 

Bei dem Objekt zeichnet sich die im Jugendstil mit Renaissance-Elementen errichtete Fassade durch ihre plastische und schmuckreiche Gestaltung aus: Kunsthistorisch bedeutsame Details im Hausinneren sind vor allem die Holztreppe mit Geländer und Handlauf sowie die originalen Flurfenster. Mit dem originalen Baubestand in diesem Straßenabschnitt (zwischen Aduchtstr. und Merlostr.; Nr. 77,75,85 sowie 54 und Merlostraße 16) bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble.

Dokument für die originale, repräsentative Bebauung in diesem Teil der Neustadt, wie sie hier, im sogenannten Gerichtsviertel, entsprechend dem ab 1881 von Hermann Josef Stübben (1845-1936) ausgeführten Neustadtplan, ursprünglich vorgesehen war.

Referenz: 2493


Das Denkmal hat die Nummer 1159 und ist seit dem 23. November 1982 geschützt.

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