Wohnhaus

Gereonshof 47, 50670 Köln - Altstadt-Nord
Errichtet: 1883


Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

  • vier Geschosse
  • vier Achsen

 

Die Fassade des viergeschossigen Wohnhauses ist noch vollständig, ohne Änderungen, erhalten. Alle Geschosse sind durch verkröpfte Gesimse und verschiedene Fassadengestaltung von einander getrennt, wobei das erste und zweite Obergeschoß durch aufeinander bezogene Bauelemente optisch zusammengefaßt sind. Im Erdgeschoß ist die Wand horizontal rustiziert und wird nach oben durch auf Konsolen ruhendes Gesims abgeschlossen.

Alle drei Fenster sind gleich gestaltet. Im ersten und zweiten Obergeschoß sind die beiden Mittelachsen durch kannelierte Pilaster seitlich und zwischen den Fenstern und im ersten Obergeschoß durch eine Balustrade, im zweiten Obergeschoß durch Muschelfelder unter den Fenstern besonders hervorgehoben. Die Fenster der Seitenachse sind im ersten Obergeschoß stichbogenförmig mit geschwungenem Gebälk und diese Stichbogen werden in den Fenstern der Mittelachse des zweiten Obergeschosses aufgenommen.

Die Fenster der Seitenachse im zweiten Obergeschoß sind von einem Dreieckgiebel überdacht. Das dritte Obergeschoß hat vier Rundbogenfenster, seitlich jeweils Pfeiler bis zum Kämpfer, auf diese aufsetzend Baluster, die das mächtige Kranzgesims stützen. Auch hier werden die beiden Mittelachsen durch Rosetten neben den Balustern betont. Das Kassettenkranzgesims mit Mittelblüten schließt die Fassade ab, darüber sind noch die vier Mansardfenster original erhalten.

Die Haustüre aus Holz nimmt in der Schnitzarbeit das Motiv des Dreieckgiebel im zweiten Obergeschoß auf. Die Innenausstattung ist größtenteils noch original:

  • Flurkacheln,
  • Holztreppe,
  • Wohnungs- und Zimmertüren.

 

Die prächtige, sehr plastische Fassade des Hauses ist unverändert erhalten und dadurch eines der wenigen Beispiele aus den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Mit dem Haus Gereonshof 32 ist dieses Objekt ein Relikt der von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplanten Bebauung des Gereonshofs im Rahmen der Neustadtbebauung.

Referenz: 3950


Das Denkmal hat die Nummer 1146 und ist seit dem 26. Oktober 1982 geschützt.

Denkmal <Wohnhaus> bearbeiten
Zum Denkmalkatalog Kommentar zum Denkmal abgeben