Wohn- und Geschäftshaus

Engelbertstr. 9, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1902


Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

  • fünf Geschosse
  • vier Achsen

 

Erdgeschoß und erstes Obergeschoß stellen aufgrund ihrer schlichten Gestaltung

  • gleiche Horizontalgliederung durch gleichen Fugenschnitt,
  • gleiche Oberflächenbehandlung,
  • Rechteckfenster)

eine in sich geschlossene Einheit dar und sind deutlich durch ein Geschoß- und Fenstergesims von den übrigen Geschossen (zweites bis viertes) mit sehr viel größerem Schmuckreichtum abgesetzt.

Einfache, von balustradenartigen Brüstungen abgeschlossene Balkone im ersten Obergeschoß leiten jedoch direkt zu der darüber beginnenden Loggien-Achse (erste Achse links, mit originalen Jugendstil-Eisenblechbrüstungen und seitlich angebrachten Pilastern, die oben durch einen gedrückten Korbbogen miteinander verbunden sind) sowie der Erkerachse (dritte Achse, mit verziertem Sockel und ornamentierten, die Fenster rahmenden Stuckbändern) über.

Die Fensterteilungen und die beiden Ladenlokale im Erdgeschoß (mit Stuckdecken und - beim rechten Geschäft - gußeisernem Pfeiler) sind weitgehend in originalem Zustand.

Im Hausinneren sind erhaltenswert:

  • Hausflur mit bunt ornamentierten Fußbodenfliesen,
  • ineinander übergehende, gurtförmige Decken- und Wandstuckierung,
  • Terrazzotreppe,
  • Eisengeländer mit Holzlauf;
  • originale Wohnungsabschlüsse
  • - in den Wohnungen - einige Stuckdecken und Zimmertüren .

 

Das Objekt zeichnet sich vor allem durch seine nahezu vollständig erhaltene, ausgesprochen schmuckreiche RenaissanceFassade mit Jugendstil-Elementen aus. Mit den benachbarten Häusern Nr. 7, 1, 1a, 11 und 17 sowie - auf der gegenüber liegenden Straßenseite - Nr. 8 und 12-14 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble.

Dokument für die originale Bebauung der Engelbertstraße, wie sie in dem ab 1881 von Hermann Josef Stübben (1845-1936)ausgeführten Neustadtplan ursprünglich vorgesehen war.

Referenz: 3464


Das Denkmal hat die Nummer 1126 und ist seit dem 5. Oktober 1982 geschützt.

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