Verwaltungsgebäude

Deutz-Kalker Str. 46, 50679 Köln - Deutz
Errichtet: 1931/32


Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Bei dem Gebäude Deutz-Kalker Straße 46 handelt es sich um das ehemalige Druckhaus Deutz.

Architekt: Hans Hagelücken (1887-1952?)

  • vier Geschosse
  • ein Attikageschoss
  • einzusätzliches Geschoss in den 30er Jahren
  • Backsteinfassaden
  • kubisch hervortretende Eckbetonung

 

Bauherr dieses "August-Bebel-Hauses" waren die Sozialdemokraten. Im Dritten Reich wurde der Komplex um ein Geschoß aufgestockt und zur Ecke hin durch einen heute noch erhaltenen "Hakenkreuzfries" (der allerdings verändert wird) verziert. Gestalterisch folgt der Bau mit seiner Klinkerfassade dem "Neuen Bauen" mit Anklängen an einen späteren Expressionismus.

Im Inneren des Gebäudes sind weitgehend im originalen Zustand noch die Eingangshalle sowie das Treppenhaus erhalten. Alle übrigen Räume bzw. Hallen sind entsprechend der Nutzung (Druckhaus) gestaltet und stets verändert worden.

Das Gebäude zählt zu den wenigen in Köln noch erhaltenen Bauten der Zwanziger/Dreißiger-Jahre-Architektur, die ihr Erscheinungsbild bis heute bewahren konnte. Ferner ist das Haus eines der bedeutendsten Zeugnisse des Architekten Hans Hagelücken. Gerade durch den Umbau im Dritten Reich wird hier an einem architektonischen Beispiel einmal das Verhältnis Sozialdemokratie / Nationalsozialismus (hier besonders Hakenkreuzfries) verdeutlicht. Durch seine Ecklage und das gestalterische Aufnehmen dieser Ecksituation ist das Gebäude ein wesentlicher Blickfang am Rand von Deutz (Deutsch-Kalker Straße, Autobahnauffahrt).

Referenz: 3055


Das Denkmal hat die Nummer 1105 und ist seit dem 7. September 1982 geschützt.

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