Wohnhaus

Riehler Str. 37, 50668 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: zwischen 1900 und 1906


  • viereinhalb Geschosse, Souterrain, Giebelgeschoß
  • drei Achsen
  • Backsteinfassade im Souterrain- und Hochparterrebereich, darüber Stuckfassade
  • Stil: Jugendstil, geometrisch

 

Fassade

 Die Mittelachse wird durch einen Risaliten betont, der sich bis in das Dachgeschoss erstreckt und dort von einem Satteldach abgeschlossen wird. Im dritten Obergeschoss befindet sich auf der Mittelachse ein Balkon mit Jugendstilgitter. Der Risalit wird von Mauervorlagen begrenzt, die unterhalb des starken Traufgesims mit Zahnschnitt in Triglyphen enden.

Die Fenster oberhalb des Hochparterre besitzen flache, geometrische Einrahmungen. Die Fassade ist besonders im Bereich des zweiten Obergeschosses auf der Mittelachse mit geometrischen Stuckelementen geschmückt.

Dieses Haus mit sparsamer Ausschmückung der Fassade ist asymmetrisch angeordnet. Beherrschend ist sicherlich der Mittelrisalit, wobei das Dachgeschoß mit starker, profilierter Einrahmung wie als Abschluß in Form eines Dreieckgiebels auffallend ist. Insgesamt wäre zusammenzufassen, daß dieses Gebäude in seiner Fassade eine harmonische Einheit bildet.

 

Inneres

Erhaltenswert sind im Inneren die Stuckdecken, Wohnungstüre und insbesondere ein rückwärtiges Fenster mit Bleiverglasung im ersten Obergeschoß.

Bei dem Objekt handelt es sich um ein Dokument der ursprünglichen Bebauung des Gerichtsviertels, wie sie in den ab 1881 von Hermann Josef Stübben (1845-1936) ausgeführten Neustadtplänen vorgesehen war.

Dieses Gebäude harmoniert mit den noch vorhandenen, benachbarten Denkmalbauten Riehler Straße Nr. 39, 41 und 43.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 7461


Das Denkmal hat die Nummer 1090 und ist seit dem 30. August 1982 geschützt.

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