Wohnhaus

Otto-Fischer-Str. 3, 50674 Köln - Neustadt-Süd

Um 1890 erbaut.

  • 3 Geschosse,3 Achsen,
  • ausgebautes Dachgeschoß mit neueren, am Original orientierten Gauben.
  • Sparsam gegliederte Stuckfassade in Anklängen an die Renaissance.
  • Verändertes EG, dem Original entsprechend hergerichtet, ebenso die Fenster, Haustüre und Ladenbereich.
  • Rückseite mit seitlichem Anbau backsteinsichtig;
  • Anbau im EG verputzt, 2 große Fenster zugemauert; Fenster erneuert.

 

Im Inneren original erhalten:

  • In Vorflur und Flur weitgehend der ornamentierte Fliesenboden,
  • runder Stützbogen;
  • Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und weitgehend der Antrittspfosten;
  • Wohnungseingänge dem Original entsprechend erneuert.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von Josef Stübben geplante und ab 1881 von ihm ausgeführte Stadterweiterung von Köln gehört zu den bedeutendsten und umfassendsten städtebaulichen Leistungen des späten 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die halbkreisförmig um die Altstadt gelegte Neustadt wurde in verschiedene Wohnviertel eingeteilt. Von der Eifelstraße und bis über die Zülpicher Straße hinaus entstand seit den frühen 90er Jahren ein eher kleinbürgerliches Viertel.

Die Otto-Fischer-Straße, an der sich das o.g. Objekt befindet, verbindet in diesem Bereich die Luxemburger Str.mit dem Luxemburger Wall. Vom historischen Erscheinungsbild der dort um 1888 bis um 1900 in der Umgebung des Südbahnhofs errichteten Bebauung geben lediglich dieses Gebäude sowie das Haus Nr. 11 Aufschluß. Das vor einigen Jahren renovierte Objekt mit seinen schlichteren, aber dennoch eigenwilligen Stuckdekorationen repräsentiert die für diesen Stadtbezirk typische, auch in ihrer Fassadengestaltung den geringeren Ansprüchen der Erstbewohnerschaft angepaßte Bebauung. Als eines der wenigen noch vorhandenen Zeugnisse dieser Art von Neustadtarchitektur wird es daher zum unverzichtbaren Dokument.

Referenz: 7015


Das Denkmal hat die Nummer 109 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

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