Iddelsfelder Mühle (ehem. Wassermühle)

Dabringhauser Str. 50, 51067 Köln - Holweide
Errichtet: 19. Jhdt.


 

Das heutige Gebäude der Iddelsfelder Mühle ist das Ergebnis mehrerer Bauphasen des 19. Jahrhunderts und geht auf mindestens einen Vorgängerbau zurück.

Aufbau

Der zweigeschossige Backsteinbau mit Mauerankern hat

  • Sprossenfenster mit Schlagläden
  • zwei Eingangstüren
  • ein Satteldach
  • rückwärtig mit Gauben, die von steilen Satteldächern abgedeckt sind

 

In der mittleren der fünf Fensterachsen befindet sich über der Eingangstüre ein Vordach, darüber der ehemalige Mühlenaufzug. Das Mühlrad an der rückwärtigen Mauer ist in Betrieb. Im Inneren ist das gesamte, originale Mahlwerk erhalten.

 

Bachauf- und -abwärts wird die Strunde an beiden Seiten von Riesenpappeln begleitet, die unter Landschaftsschutz stehen.

 

Die als Nutzbau errichtete Mühle ist ein technisches Baudenkmal und als solches unbedingt erhaltenswert. 1222 wird der Sitz der Ritter zu Iddelsfeld, die spätestens seit dem 15. Jahrhundert als geborene Bachgrafen über den Unterlauf der Strunde wachten, urkundlich erwähnt. Die seit Anfang zum Gut Iddelsfeld gehörende Mühle diente zunächst als Walk- und später als Kornmühle.

Heute ist die Iddelsfelder Mühle, auch wenn ihr jetziges Gebäude nicht mehr aus der Entstehungszeit stammt, wichtiger Zeuge der ältesten Besiedlung Holweides. Als einzige im Kölner Stadtgebiet vollständig erhaltene Mühle mit Mühlrad und Mahlwerk weist sie auf die ehemals wirtschaftliche Bedeutung der Herrensitze an der Strunde hin.

Die weit ab von der Dabringhauser Straße, inmitten von Grünflächen gelegene Iddelsfelder Mühle ist ein wichtiger Bestandteil der ländlichen Bebauung entlang der Strunde, an der sich seit dem Mittelalter Herrensitze und Mühlen reihen.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 2948


Das Denkmal hat die Nummer 1083 und ist seit dem 30. August 1982 geschützt.

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