Wohnhaus

Hülchrather Str. 8, 50670 Köln - Neustadt-Nord

 errichtet 1905-07

Wohn- und Geschäftshaus

  • fünf Geschosse
  • drei Achsen
  • ein Giebelgeschoss

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die asymmetrische Stuckfassade weist unterschiedlich breite Außenachsen mit originalen Eisengitterbalkonen und eine breite, weit vorspringende, ab erstem Obergeschoß als Erker gestaltete Mittelachse mit Balkon in Giebelgeschoßhöhe auf. Die Außenachsen sind gegliedert

  • durch horizontale Stuckbänder und vom dritten bis vierten Obergeschoß
  • durch fünf säulenartige Lisenen mit abschließenden Stuckköpfen
  • sowie durch ein ornamentiertes Kranzgesims

 

Im Inneren besonders erhaltenswert

  • Flur mit Marmortreppe,
  • Fächer bildenden Wand- und Deckenstuckierungen (u.a. Jugendstilfries unter dem Deckenansatz),
  • das Treppenhaus mit Terrazzotreppe,
  • Jugendstileisengeländer mit Holzhandlauf,
  • originale Flurfenster und Deckenstuck bis zum ersten Obergeschoß,
  • in der Wohnung zweites Obergeschoß einige Stuckdecken
  • die Küche mit originaler Wandverkachelung und Fußbodenfliesen

Das Objekt ist in seiner Gesamtanlage - trotz der veränderten Erkerachse - als beispielhaft für einen repräsentativen Jugendstilbau anzusprechen. Mit den Nachbarhäusern Nr. 6, 10 und 12 (Ecke Weißenburgstraße) sowie mit der Bebauung der gegenüber liegenden Straßenseite (Weißenburgstraße 66, Hülchrather Straße 3,5,7,9 und 11) bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble von repräsentativen Jugendstilbauten mit Vorgärten.

Dokument für die ursprüngliche, repräsentative Bebauung des sogenannten Gerichtsviertels (zwischen Neusser und Riehler Straße), das im Rahmen des ab 1881 von Hermann Josef Stübben (1845-1936) ausgeführten Neustadtplans rund um das Oberlandesgericht als hochherrschaftliche Wohngegend angelegt wurde.

Referenz: 4898


Das Denkmal hat die Nummer 1044 und ist seit dem 7. Juni 1982 geschützt.

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