Friedenskirche

Rothehausstr. 56, 50823 Köln - Ehrenfeld

 

Die evangelische Friedenskirche, ein Saalbau mit Turm an der Eingangs- und 5/8 Polygonalchor an der gegenüber liegenden Seite, entstand 1876/77 nach Plänen von Carl Coerper. Sie ist ein gutes Beispiel für den spätklassizistischen Rundbogenstil Berliner Prägung. Nach starker Kriegsbeschädigung wurde das Innere zunächst purifiziert wieder aufgebaut, ab 1978 dann systematisch unter Beteiligung der Denkmalpflege dem ursprünglichen Zustand wieder angenähert (Architekt Karl-Lothar Dietzsch). Die erhaltenen Ausstellungsstücke (Kanzel, Altar, Empore, Holzwerk in der Sakristei) wurden restauriert, die Fenster von Willi Briant dem Stil der Kirche angepaßt. Im Chor befindet sich ein Mosaik von Prof. Hubert Feldkirch (1922).

Ortsgeschichtliche Bedeutung: Die Friedenskirche ist die älteste, evangelische Kirche Ehrenfelds. Städtebaulich beherrscht sie als Blickpunkt die Achse der Rothehausstraße. Kunsthistorisch ist sie ein seltenes Beispiel für den protestantischen Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Köln.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 7664


Das Denkmal hat die Nummer 1036 und ist seit dem 1. Juni 1982 geschützt.

Denkmal <Friedenskirche> bearbeiten
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