Turm d. Christuskirche, Gewölbekeller, Orgelempore

Herwarthstr., 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: 1891-94


Wesentliche charakteristische Merkmale:

Gewölbekeller:

in Nordost-Südwest-Richtung vierschiffig unterteilter, gewölbter Kellerraum als Unterbau der Kirche;

  • Mauerwerk backsteinsichtig,
  • segmentbogige Tonnengewölbe über Korbbogen-Arkaden,
  • im Turmbereich durch lisenenartige Wandvorlagen verstärkte Pfeiler bzw. Mauern,
  • im südöstlichen Schiff vier schlichte, das Gewölbe durchstoßende Backsteinpfeiler als Substruktion der Empore;
  • Kellerbereich nach Nordwesten verkürzt (Kriegsschaden),
  • Nebenräume und Eingänge verändert,
  • Fußboden erneuert;

 

Kircheninneres:

Orgelempore ehemals Teil der großen, raumumlaufenden Emporenanlage nordwestlich dem Turm vorgelagert;

  • zwei x drei ‑ jochiger, kreuzgratgewölbter Baukörper;
  • gotisierende Säulen auf achteckigem Sockel mit flacher Basis,
  • Laubwerkkapitelle (z.T. beschädigt) mit achteckiger Deckplatte;
  • Gurtbögen mit stabbesetzten, wuchtigen Profilen,
  • Gewölbekappen jeweils in sich gebust;
  • Emporenbrüstung 1951 in Holz erneuert.


Ausstattung:

Gemälde:

  • Tafelgemälde, Kreuzigung, Öl/Mischtechnik auf Holz, ca. 180 x 240 cm, um 1590, Hans von Aachen (Aken) zugeschrieben; rückwärtig Widmungsinschrift (dat. 1820), sowie Nennung zweier evangelischer Prediger und eines Sakristans; Rahmen 20. Jh., sig. Peter Moitzfeld, Köln; [ehem. Köln, Antoniterkirche (Chor, Nordwand; um 1910 in der Sakristei): aufgehängt am 26.02.1820, Weihegeschenk des Oberpräsidenten der Rheinprovinz Friedrich Graf zu Solms-Laubach an die Evangelische Gemeinde Köln.]

 

Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte und historische Ausstattungsstücke, für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird.

Das Baudenkmal Christuskirche umfasst die erhaltenen Bauteile des 1891-94 errichteten neugotischen Kirchenbaus (Turm, Gewölbekeller und Orgelempore) sowie die zugehörigen historischen Ausstattungsstücke.

Referenz: 4682


Das Denkmal hat die Nummer 1014 und ist seit dem 21. Mai 1982 geschützt.

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