Kirche St. Ursula

Ursulaplatz 30, 50668 Köln - Altstadt-Nord weitere ...
Errichtet: bis 1135; Wiederaufbau bis 1966


Dreischiffige Emporenbasilika mit

  • zweitem Südschiff
  • Westbau mit Turm
  • sog. Kapitelsaal im ersten Turmgeschoss
  • Querhaus mit Apsiden
  • Langchor

 

  • Werksteinbau

 

Baugeschichte

  • ehem. Damenstiftskirche
  • seit 1802 kath. Pfarrkirche, erbaut
  • über älteren Vorgängerbauten
  • Turm erstes Viertel 13. Jhdt.
  • Chor zweite Hälfte 13. Jhdt.
  • Marienkapelle 13./14.Jhdt
  • Goldene Kammer 1642/43
  • Turmhaube 1680

 

Wiederaufbau

Nach Kriegszerstörung wiederaufgebaut

Architekten: Karl Band (1900-1995)

  •     W. Schorn (?-?)

 

Historische Ausstattung

  • Fußböden
  • Goldene Kammer: schwarz-weißer Marmorfußboden, 17. Jh.
  • Gesamte Kirche einschl. Nebenräumen und Emporen: Trachyt, Basalt-Lava, 1950/60er Jahre
  • Glasfenster
  • Goldene Kammer: fünf Scheiben, 16. Jhdt.
  • Chor: drei Fenster, 1892 (William Francis Dixon (1848-1928), engl. Glasmaler)
  • Chor: sechs Fenster, 1962/63 (Wilhelm Buschulte(1923-)
  • Sakristei: 2 Fenster, 1967 (Entwurf: Will Thonett (1931-1973) Ausführung: Fa. P. Winnen)
  • Wandfassungen
  • Äußeres südl. Seitenschiff: Fragment "Christus in der Kelter", 15. Jhdt.
  • Sakristei: 5 Mosaikfelder mit Darstellung der Propheten, 19. Jhdt.
  • Altäre

 

  • Chor: Hochaltar, 13. Jh.
  • Vierung: um 1958 (Entwurf: Karl Band (1900-1995)
  • Altar
  • Gitter
  • Tabernakelstele
  • Goldene Kammer:
  • Mensa, 15./16. Jhdt. mit jüngeren Ergänzungen
  • Aufbau, 18. Jh.
  • Geläut
  • sechs Glocken von 1962 (Petit & Gebr. Edelbrock)

 

  • Holzplastik
  • Gabelkruzifixus, 14. Jhdt. südl. Querhaus
  • Schutzmantelmadonna, 14. Jhdt., Schatzkammer
  • Hl. Bischof, um 1350, Mittelschiff
  • thronende Maria mit Kind, um 1400, Schatzkammer
  • Pietà, um 1500, Schatzkammer
  • Maria, um 1500, südl. Querhaus
  • Johannes Evangelist, um 1500, südl. Querhaus
  • sechs Reliquiendoppelbüsten, um 1500, Kapitelsaal
  • Schmerzensmann, 16. Jhdt., Mittelschiff
  • Standkreuz, 17. Jhdt., Schatzkammer
  • Hl. Antonius, 18. Jhdt., Mittelschiff
  • Kruzifix, 18. Jhdt., Pfarrheim
  • zwei Engel, 18. Jhdt., Depot der Erzdiözese
  • Kruzifix, 19. Jhdt. (?), Sakristei
  • Madonna, 19. Jhdt. (?), Sakristei
  • Relief mit Anbetung der Hirten, 19. Jhdt., südl. Seitenschiff
  • Steinplastik Madonna, um 1330, Mittelschiff
  • Pietà, 15. Jhdt., Mittelschiff
  • Schutzmantel-Ursula mit Stele, 15. Jhdt. (Tilman van der Burch zugeschrieben), nördl. Querhaus
  • Maria, um 1450, Südvorhalle
  • Salvator, um 1450, Südvorhalle
  • Relief mit Kreuztragung, 16. Jhdt., Mittelschiff
  • Relief mit Pfingstwunder, 17. Jhdt., Chor
  • Kriegerheiliger, 18. Jhdt, Südvorhalle
  • elf ursulinische Jungfrauen, 1889 (A. Iven), Chor

 

  • Gemälde
  • zehn Tafeln mit Aposteldarstellungen, 13. Jh., südl. Querhaus
  • neunzehn Tafeln des Ursulazyklus, um 1456, nördl. Querhaus
  • Tafel mit Mondsichelmadonna und Heiligen, um 1480, südl. Querhaus
  • Fragment einer Wandmalerei mit Darstellung Christus in der Kelter, 15. Jh., Südvorhalle
  • Tafel mit Ecce homo und hl. Ursula, 1515, südl. Vorraum der Empore
  • ein Flügel mit hl. Ursula und Stifter, um 1530 (Anton Woensam (?)), südl. Vorraum der Empore
  • Anbetung des Christkinds, 1565 (Joachim Beukelaer zugeschrieben), südl. Querhaus
  • Triptychon mit Kreuzigung Christi, 1572, Schatzkammer Bildnis eines Kanonikers, 16. Jh., Kapitelsaal
  • Triptychon mit Verkündigung, 16. Jhdt., südl. Seitenschiff Hl. Familie, 16. Jh, südl. Vorraum der Empore
  • Auffindung des Grabes der hl. Ursula, 17. Jhhdt, nördl. Querhaus
  • Taufe des hl. Hippolyt, 17. Jhdt, Kapitelsaal
  • acht Gemälde mit Szenen aus dem Ursulazyklus, 17. Jhdt. (Johannes Buns), Kapitelsaal, Vorhalle, Schatzkammer, Pfarrheim
  • Christus am Kreuz, 17. Jhhdt., Pfarrheim
  • Porträt Fochem, 1814 (Rs. Beckenkamp), Schatzkammer
  • vierzehn Kreuzwegstationen, 19. Jhdt., Vorhalle, Schatzkammer Grabdenkmäler Grabplatte, romanisch, Chor aussen
  • vierzehn Sarkophage, römisch, frühmittelalterlich, Vorhalle, nördl. Seitenschiff, nördl. Querhaus, südl. Seitenschiff, Goldene Kammer, Vorplatz, nördl. Seitenschiff aussen
  • Viventia-Sarkophag, 12. Jhdt., Mittelschiff
  • Grabmal der hl. Ursula, Sarkophag 15. Jhdt., Umbau, 1659 (J. T. W. Lentz), nördl. Querhaus
  • Weitere Ausstattung
  • 132 Büsten, 13.-18. Jhdt., Kapitelsaal, Goldene Kammer, Chor
  • Truhe 14. Jhdt., südl. Querhaus
  • Gobelin, 15. Jhdt., südl. Querhaus
  • Adlerpult, 17. Jhdt., Vierung
  • Tür, 17. Jhdt., Goldene Kammer
  • Wanddekoration, Wandschränke, 18. Jhdt., Goldene Kammer
  • zwei Basilikastäbe, 17. Jhdt. (?), Pfarrheim, Schatzkammer
  • Beichtstuhl, 1611, Schatzkammer
  • drei Gitter, 17. und 19. Jhdt., Vorhalle
  • eine Bank, 18. Jhdt., südl. Empore
  • Kniebank, 19. Jhdt., Goldene Kammer
  • drei Beichtstühle, 19. Jhdt., südl. Vorraum der Empore, Südvorhalle
  • drei Scherenhocker, 19. Jhdt., Goldene Kammer
  • ein Scherensessel, 19. Jhdt., nördl. Querhaus
  • Sockel des Ätheriusschreins, 19. Jhdt., nördl. Empore
  • Taufstein, 19. Jhdt., Deckel, 20. Jh., südl. Querhaus
  • Ursulaschiff, 1926, nördl. Querhaus
  • Tabernakel, 1935 (H. Rheindorf), Chor
  • Orgel, 1950er Jahre, Westempore
  • Schatz
  • Ätheriusschrein, um 1170, Chor
  • Ursulaschrein, 19. Jh. mit Resten von um 1160 (F. Bong, Wüsten, Hermeling), Chor

Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen

  • liturgischen Geräte
  • Reliquiare
  • Paramente
  • Gemälde
  • Skulpturen
  • Grabmäler

historischen Ausstattungsstücke

für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird,

sowie auf folgende Publikationen:

  • Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. IV, Düsseldorf 1934
  • Karen Künstler-Brandstädter, St. Ursula, in: Colonia Romanica XI/1996
  • Ulrike Bergmann, Die Goldene Kammer in St. Ursula, in: Colonia Romanica XI/1996.

 

Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.

Die Kirche St. Ursula ist ein Baudenkmal im Sinne von §2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von §2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert. Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 8883


Das Denkmal hat die Nummer 1012 und ist seit dem 21. Mai 1982 geschützt.

Denkmal <Kirche St. Ursula> bearbeiten
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