Heinzelmännchen Brunnen, Am Hof, 50667 Köln - Altstadt-Nord (2008)
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Dierk Lürbke Dierk Lürbke
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Sammlung: Heinzelmännchenbrunnen

Heinzelmännchenbrunnen : Heinzelmännchen Brunnen

Am Hof (50667 Altstadt-Nord)

Die Straße verbindet den Wallrafplatz mit der Bechergasse. Im Mittelalter befand sich an dieser Stelle der erzbischöfliche Hof. Es war der Sitz des Erzbischofs, der zugleich das Amt des Stadtoberhaupt, als auch das des Kirchenfürstens inne hatte.

Den Hof hatte Rainaild von Dassel im 12. Jahrhunders neu errichtet, doch wie bei so vielen Bauwerken des Mittelalters sind heute keine Überreste zu besichtigen. Der Hof wurde 1647 abgebrochen.

Mit dem 1899 gebauten Heinzelmännchenbrunnen liegt eines der bekanntesten Denkmäler der Stadt an der Straße. Der Brunnen illsutriert die Sage von den Heinzelmännchen, die des Nachts den Kölner Handwerkern ihre Arbeit abnehmen.



Diese berühmte Brunnenanlage wurde 1899 zum 100 Geburtstag von August Kopisch erbaut. Kopisch verfasste 1836 das Heinzelmännchengedicht und übertrug damit die Sage aus dem Siebengebirge nach Köln. Sein Werk war schnell populär und sehr beliebt.


Der Brunnen greift die Geschehnisse des Gedichtes auf und zeigt die fleißigen Heinzelmännchen, die die Arbeit der schlafenden Handwerker erledigen. "Wie war zu Köln es doch vordem/ Mit Heinzelmännchen so bequem!", beschreibt der Dichter diesen angenehmen Zustand für die Handwerker der Stadt. Gestört wird dieser Zustand von der allzu neugierigen Frau des Schneiders, die Erbsen auf der Treppe auslegt, damit die armen Männchen darauf ausrutschen und die Schneiderin sie auf "frischer Tat" ertappen kann. Als dies geschieht verschwinden die Heinzelmännchen jedoch für immer aus der Stadt.

Die Errichtung des Brunne gab der Kölner Verschönerungsverein in Auftrag und von  den Bildhauer Heinrich und Edmund Renard erbaut. Er ist symmetrisch angelegt und verfügt über ein dreipassförmiges Becken aus Granit mit Brüstungsmauern, auf deren Relief Szenen des Gedichtes festgehalten sind. Im Zentrum des Brunnens befindet sich die Figur der Schneiderin, die die Heinzelmännchen beim Sturz von der Treppe erwischt.

 

 

Mehr Infos über Köln bei www.anicursor.de von Dierk Lürbke.

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