St. Cäcilien am Kriegsende, Cäcilienkloster, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1946)
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Sammlung: St. Cäcilien

St. Cäcilien : St. Cäcilien am Kriegsende

Cäcilienkloster (50676 Altstadt-Süd)



Die Namenspatronin des Gotteshauses, die heilige Cäcilia, war eine Jungfrau, die gegen ihren Willen mit dem Heiden Valerianus verheiratet wurde. In der Folge bekehrte sie ihren Mann und dessen Bruder und nahm aus religiöser Überzeugung an den verbotenen Bestattungen hingerichteter Christen teil. Bald wurde sie daraufhin selbst verfolgt. Die Versuche sie zu bestrafen blieben erfolglos. Selbst als ein Henker sie zu enthaupten versuchte, gelang dies nicht so recht. Stattdessen starb sie erst drei Tage später an der Verletzung und verteilete zuvor noch ihr Hab und Gut an die Armen.l

St. Cäcilien war ursprünglich die Kirche des ältesten adligen Damenstifts in Köln, der 888 durch Erzbischof Willibert gegründet wurde. Zusammen mit St. Peter ist sie das einzig erhaltende Beispiel der früheren Doppelanlagen von Stifts- und Pfarrkirche, die vor der Säkulasierung so oft in der Stadt anzutreffen waren. Die Kirche selbst basiert auf einen Bau, der auf den Ruinen einer römischen Therme errichtet wurde. In der Mitte des 10. Jahrhunderts begannen die ersten Bauarbeiten in einer Reihe von Erweiterung. So wurde der Bau 1100 von einer Saalkirche in eine dreischiffige Pfeilerbasilika.

 

1802 wurde das aufgehobene Benediktinerkloster zu einem städtischen Bürgerhospital umfunktioniert, dass die Stiftskirche weiter zum Gottesdienst nutzte.

 

Schwer wiegten die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und beim Wiederaufbau veränderte die Kirche ihr Aussehen. Die Einwölbung des Mittelschiffs wurde aufgegeben und in den siebziger Jahren erfuhr der Innenraum eine Neugestaltung. Bei weiteren Restaurierungsarbeiten bedachte man die neuen Anforderungen die St. Cäcilien heute als Museum Schnütgen gerecht werden muss.

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