Rathausturm, Rathausplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (2003)
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Dierk Lürbke Dierk Lürbke
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Sammlung: Rathausturm aktuell

Rathausturm aktuell : Rathausturm

Rathausplatz (50667 Altstadt-Nord)


Der Rathausturm überragt die Altstadt und ist weithin sichtbar. Nach der Kriegszerstörung, langwierigem Wiederaufbau, erneuten Sanierungsarbeiten und dem dann letztendlich doch noch glücklichem Ausgang der langen Skulpturengeschichte zeigt sich der Rathausturm, dieses bedeutende Sinnbild mittelalterlichen Bürgerstolzes, heute wieder in alter Gestalt.

In seiner Spitze befindet sich ein Glockenspiel (franz. carillon), das täglich um 9.00, 12.00, 15.00 und 18.00 ertönt. Der Rat hat vor einiger Zeit einer Modernisierung des Repertoires zugestimmt, sogar ein Stück von Karl-Heinz Stockhausen ertönt regelmäßig. Normalerweise werden vorbereitete Stücke eingespielt, bei besonderen Anlässen kann ein Glockenspieler das gewichtige Instrument von Hand erklingen lassen.

Im oberen Teil des Turms lagert die Stadtverwaltung Geschenke ausländischer Gäste. Es gibt einen Ausgang im Dachstuhl, wo man (allerdings nicht für die Öffentlichkeit zugänglich) rund um den Turm gehen kann. Von hier hat man einen hervorragenden Ausblick auf die Altstadt, insbesondere Groß St. Martin und den Dom:

 

Blick auf Groß St. Martin Blick zum Heumarkt Blick über den Alter Markt nach Deutz

Zum Alter Markt hin ist eine weitere Besonderheit zu erkennen, der Kopf des "Platzjabeck". Unter der Uhr angebracht streckt er beim Ertönen des Glockenspiels den Zuschauern die Zunge heraus, ein Hinweis auf das manchmal recht distanziert-kritische Verhältnis des Kölners zu seiner Obrigkeit sowohl heute als auch in der Vergangenheit.

Und wenn man nach dem Ende des musikalischen Spektakels eine 180 Grad Drehung vollführt, so kann man am Haus Alter Markt 24 hoch oben die Figur eines Mannes erkennen, der sachlich gesprochen seine Notdurft in die Dachrinne erledigt, kölsch jedoch "der Kallendresser" genannt wird. Dazu muss man wissen, dass auf Kölsch die Dachrinne "Dach-Kall" genannt wird, der zweite Teil des Wortes bedarf sicher keiner Erklärung. Zusammengesehen könnte man von einem "Gesamtkunstwerk" im Sinne des berühmten Zitates vom Ritter Götz bezeichnen.

Mehr Infos über Köln bei anicursor.de von Dierk Lürbke.

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