Oper und Schauspielhaus, Krebsgasse, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1966)
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Dietrich Maguhn Dietrich Maguhn
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Sammlung: Opernhaus und Schauspielhaus

Opernhaus und Schauspielhaus : Oper und Schauspielhaus

Krebsgasse (50667 Altstadt-Nord)

In dieser Gasse entstand nach der Säkularisierung in einem ehemaligen Kloster ein Gefängnis. Zunächst sowohl für Herren, wie auch Damen gedacht, wandelte es sich nach dem Bau des "Klingelpütz" in das preußische Frauengefängnis. Dies blieb es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Dann wurde es abgerissen und an seiner Stelle entstand ein Polizeipräsidium. Die Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg sorgten dann für sein Verschwinden. Um daran zu erinnern, dass in dem Präsidium während der NS-Zeit die Gestapo residierte und ihre Vebrechen ausführte, wurde 1981 eine Gedenkplatte bei dem Gebäude Nummer 1-3 angebracht.

Über die Krebsgasse kann man zur Neven-DuMont-Straße, beziehungsweise zur Schildergasse gelangen. Auch die Opern Passagen, die Oper selbst und das Schauspielhaus sind nur wenige Meter entfernt.


Das Kölner Opernhaus steht auf dem Offenbachplatz. Es hat 1346 Sitzplätze und zählt damit zu den "großen Häusern." Die Oper, so wie das Schauspielhaus Köln, gehört zu den Bühnen der Stadt Köln. Mit seinen hervorragenden Sicht- und Akustikverhältnissen im Inneren gehört das Opernhaus zu einem der guten Musiktheatern in Deutschland. Renommierte Dirigenten, Sänger und Sängerinen aus aller Welt besuchen jährlich diese internationale Bühne. Oft gibt das berühmte Gürzenich-Orchester hier Konzerte. Die Kinder-Oper ist eine Besonderheit.

Das Opernhaus wurde von dem Architekten Wilhelm Riphahn entworfen. Das neue Gebäude wurde am 8. Mai 1957 vom damaligen Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Dies war die zweite Oper, die in Köln gebaut wurde. Bis nach dem zweiten Weltkrieg stand am Habsburgerring ein schönes Opernhaus, welches 1952 abgerissen wurde.  

Das Besondere der Architektur ist, dass die Nebenräume für Proben, Technik und Werkstätten in zwei links und rechts des hohen Bühnenturms schräg aufsteigenden Gebäudeteilen untergebracht waren. Schnell war man Mitte der 50er Jahre mit dem Spitznamen "Indisches Grabmal" bei der Hand. Ungewöhnlich war auch die Idee von Hängekonstruktionen für die Logen. 1957 wurde das neue Haus mit der Oper "Oberon" von Carl Maria von Weber festlich eröffnet. Erster Intendant war Oskar Fritz Schuh.

Das Schauspielhaus befindet sich direkt neben dem Opernhaus und wurde auch von Wilhelm Riphahn entworfen. Das Haus verfügt über 1010 Plätze. Es wurde im Jahr 1962 vom damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke eingeweiht. Bei der Premierenvorstellung wurde Schillers "Die Räuber" mit Klausjürgen Wussow gespielt. 

 

 

Blick auf das Parkhausdach in der Krebsgasse. Mehr Informationen zu Dietrich Maguhn und seinen Fotos erhalten Sie hier.

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