Ulrepforte, Ulrepforte, Köln - Neustadt-Süd (1824)

Die profanen Denkmäler der Stadt Köln vor 1900 : Ulrepforte

Ulrepforte ( Neustadt-Süd)

Die Ulrepforte liegt zwischen Ulrichgasse, Kartäuserwall, Vorgebirgstr. und Sachsenring.

Sie wurde im frühen 13. Jahrhundert als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer von Köln errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf 1245. Die Ulrepforte ist mit starken baulichen Veränderungen erhalten. Sie war mit vier Metern Weite das kleinste der landseitigen Stadttore. Da sich feldseitig keine Landstraße anschloss, wird das Tor vermutlich keine Bedeutung für den Verkehr gehabt haben.

Der Name geht auf die hier im Mittelalter tätigen „Ulner“ (auch Üler, Euler = Töpfer) zurück, die ihr Handwerk wegen der Brandgefahr in unbewohnteren Stadtteilen ausüben mussten. Dieser Bereich war bis Anfang des 19. Jahrhunderts gärtnerisch oder bäuerlich genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg pachteten die "Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V." die Ulrepforte. Seit dieser Zeit wird sie von den Roten Funken und mit Hilfe des "Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz 'Fritz Everhan-Stiftung' e.V." restauriert und instand gehalten.

Herausragendes historisches Ereignis ist die Schlacht an der Ulrepforte in der Nacht auf den 15. Oktober 1268. Unter der Führung Herzog Adolfs V. von Limburg und dem Grafen Dietrich VII. von Kleve drangen 5000 Mann durch einen unter der Mauer führenden Tunnel in die Stadt ein. Sie kamen dem Kölner Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg zu Hilfe, der mit den Kölner Bürgern in Fehde lag. Der Plan wurde denunziert, und die alarmierten Kölner Bürger setzten sich unter Führung von Matthias Overstolz heftig und schließlich erfolgreich zur Wehr. Diese Überwindung der Kölner Stadtmauer sollte einmalig bleiben.

Ein Denkmalrelief aus dem Jahre 1360 erinnert an dieses Ereignis. Es ist Kölns, möglicherweise sogar Deutschlands ältestes Denkmal zur Erinnerung an ein historisches Ereignis. Das Original befindet sich seit 1983 im kölnischen Stadtmuseum, eine Kopie ist feldseitig neben dem nördlichen Turm angebracht.

Lesen Sie hier den Beitrag zur Ulrepforte von Ulrich Hermanns.


In Anlehnung an das Werk "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" von Paul Clemen von 1930. Daten und Inhalte überwiegende entnommen dem Band 7, IV Abteilung, " Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln " Inhalt: Stadtbefestigungen, Städtische Festhäuser, Städtische Kaufhäuser, Militärische Gebäude der Reichsstadt, Erzbischöfliche Paläste, Gerichtsdenkmäler, Bauten für die Preussische Regierung, Bauten für kulturelle Zwecke, Zunftdenkmäler, Wohnhäuser, öffentliche weltliche Denkmäler. Hier: ohne Rathaus.


Die U .war ursprünglich ein Torbau der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit einer mittleren Durchfahrt und wurde bereits 1245 urkundlich erwähnt. Dieses Tor wurde später aufgehoben. Anfang 1400 soll die Windmühle auf den Turm gesetzt worden sein, die von da ab Karthäusermühle genannt wurde und eine Höhe von ca 24 Metern hatte. Bis 1841 war sie städtische Mühle. In den Jahren 1885/86 wurde der Turm zu einer Gastwirtschaft umgebaut. Noch heute ist der Turm erhalten. Der Engländer Samuel Prout hat das Bild im Jahre 1824 gemalt. Veröffentlich wurde es als Lithographie in " Illustration of the Rhine "

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