Das Overstolzenhaus 1838, Rheingasse 4-8, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1840)

Die profanen Denkmäler der Stadt Köln vor 1900 : Das Overstolzenhaus 1838

Rheingasse 4-8 (50676 Altstadt-Süd)


In Anlehnung an das Werk "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" von Paul Clemen von 1930. Daten und Inhalte überwiegende entnommen dem Band 7, IV Abteilung, " Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln " Inhalt: Stadtbefestigungen, Städtische Festhäuser, Städtische Kaufhäuser, Militärische Gebäude der Reichsstadt, Erzbischöfliche Paläste, Gerichtsdenkmäler, Bauten für die Preussische Regierung, Bauten für kulturelle Zwecke, Zunftdenkmäler, Wohnhäuser, öffentliche weltliche Denkmäler. Hier: ohne Rathaus.


Overstolzenhaus ( Rheingasse 8 ) Das Overstolzenhaus im ehemaligen Stadtbezirk Overburg, wurde nach Überlieferungen vermutlich um 1230 errichtet. In den Schreinsbüchern aus dem gleichen Jahrhundert taucht es noch zweimal auf. Das repräsentative Patrizierhaus in der Rheingasse gehört zu den bedeutendsten Profanbauten der Romanik. Das Haus wechselte im Laufe der Zeit mehrfach den Besitzer und damit auch den Namen. Der Name "Overstolzenhaus" /Tempelhaus/ Templerhaus bleibt aber Bestand. 1837 gelangte es in den Besitz von Maurermeister Anton Mayrhofet, der das Haus abreißen wollte, um dort zwei neue Häuser zu errichten. Der bekannte Stadtbaumeister J.P. Weyer setzte die Stadt von den Plänen in Kenntnis und erreichte, dass am 8.2.1838 im Rat der Antrag zum Ankauf gestellt wurde. Am 13.3.1838 beschließt der Rat das Haus aus „ historischem Interesse“ zu erhalten und so konnte der Abriss verhindert werden. Pläne für einen Umbau wurden erstellt. Im Jahre 1839 wurde mit den Arbeiten begonnen und die Außenfassade noch im gleichen Jahr fertiggestellt. Die vollständige Erneuerung war im Spätsommer 1842 beendet *1843 wurde die Börse der Stadt vom Heumarkt in das Haus verlegt bis 1875. Bis 1932 war das Haus Sitz der Industrie- und Handelskammer. Siehe Restaurationsplan Stahlstich. Gezeichnet von Lange, gestochen von Schott. • Quelle: Stadtanzeiger vom 14.7.1887 Siehe Restaurationsplan Stahlstich. Gezeichnet von Lange, gestochen von Schott.

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