Stadttheater, Glockengasse, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1872)

Die profanen Denkmäler der Stadt Köln vor 1900 : Stadttheater

Glockengasse (50667 Altstadt-Nord)

In dieser Straße findet sich das berühmte 4711-Haus. An dieser Stellle baute man bereits im 15. Jahrhundert ein Bürgerhaus mit dem Namen "Zum Balkan". Drei Jahrhunderte später ging es in den Besitz von Wilhelm Mülhens über, der unter anderem auch Kölnisch Wasser produzierte.

Der Name Glockengasse beruht auf dem Glockenmeister Elias, der ca. 1266 dort lebte. Bis ins Jahr 1938 stand in der Straße auch eine 1861 gebaute und von Abraham von Oppenheim gestiftete Synagoge. In der Reichsprogromnacht am 9. November 1938 wurde sie jedoch zerstört. Eine Gedenktafel erinnert jedoch an sie.

Wenige Meter entfernt befindet sich der Offenbachplatz, an dem Opern- und Schaupsielhaus zu finden sind.


In Anlehnung an das Werk "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" von Paul Clemen von 1930. Daten und Inhalte überwiegende entnommen dem Band 7, IV Abteilung, " Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln " Inhalt: Stadtbefestigungen, Städtische Festhäuser, Städtische Kaufhäuser, Militärische Gebäude der Reichsstadt, Erzbischöfliche Paläste, Gerichtsdenkmäler, Bauten für die Preussische Regierung, Bauten für kulturelle Zwecke, Zunftdenkmäler, Wohnhäuser, öffentliche weltliche Denkmäler. Hier: ohne Rathaus.


Am 1. September 1872 wird das Stadttheater in der Glockengasse eröffnet. In dem von Julius Raschdorff erbauten , 1300 Plätze unfassenden Gebäude sollen Opern, Operetten, Ballet und Schauspiel ihren Platz finden. Erster Direktor des Hauses war der in Köln bekannte Opernsänger Heinrich Behr aus Rostock -Holzstich Entwurf von Raschdorff

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