Regierungsgebäude, Zeughausstr., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1844)

Die profanen Denkmäler der Stadt Köln vor 1900 : Regierungsgebäude

Zeughausstr. (50667 Altstadt-Nord)

Im Mittelalter wurden die Waffen der Stadt zentral an einem Ort gelagert. In Köln war dieser Ort das Zeughaus, dass seine alte Funktion schon lange aufgegeben hat und heute das Kölnische Stadtmuseum beherbergt. Schon im 14. Jahrhundert stand hier ein gotischer Bau, genannt Blidenhaus. Bliden waren Wurfgeschossmaschinen, die zur Verteidigung eingesetzt werden konnten. 1606 ersetzte man das Blidenhaus mit dem noch heute bekannten Bau. 1840/1841 ließen die Preußen westlich vom Zeughaus eine Wache erbauen, die heute Bestandteil des Museums ist und auf dessen Turm das sogenannte "Flügelauto" seit 1991 seinen Platz hat.

Nebem dem Zeughaus sind an der Zeughausstraße noch der Reste der römischen Stadtmauer wie dem Römerturm und ein Denkmal für Friedrich Reichsgraf zu Solms-Laubach zu finden. Als preußischer Beamte hatte er für die Integration des Rheinlandes in den preußisch-deutschen Staat zu sorgen.


In Anlehnung an das Werk "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" von Paul Clemen von 1930. Daten und Inhalte überwiegende entnommen dem Band 7, IV Abteilung, " Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln " Inhalt: Stadtbefestigungen, Städtische Festhäuser, Städtische Kaufhäuser, Militärische Gebäude der Reichsstadt, Erzbischöfliche Paläste, Gerichtsdenkmäler, Bauten für die Preussische Regierung, Bauten für kulturelle Zwecke, Zunftdenkmäler, Wohnhäuser, öffentliche weltliche Denkmäler. Hier: ohne Rathaus.


Nachdem das als Regierungssitz genutzte Montaner Gymnasium nicht mehr den Ansprüchen entsprach, entschloss man sich 1830 zum Bau des neuen Gebäudes .Bereits am 22.11.1832 konnte es übergeben werden und die erste Sitzung abgehalten werden. Der Bau wurde von Stadtbaurat Mathias Biercher entworfen, einem Schüler des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Beim Blick in die Zeughausstrasse sehen wir auf der rechten Seite das Zeughaus, heute das Kölnische Stadtmuseum. Das Zeughaus gehörte ursprünglich zu einer Häusergruppe zwischen Kattenbug und Berlich und war durch zwei Tore an der Kömödienstrasse und am Berlich verschlossen. Stahlstich von Lange nach Poppel , Darmstadt. Bild aus " Der Rhein und die Rheinlande"1844.

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