Königin Augusta Passage, Hohe Str., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1863)

Die profanen Denkmäler der Stadt Köln vor 1900 : Königin Augusta Passage

Hohe Str. (50667 Altstadt-Nord)

Im römischen Köln hatte die Hohe Straße die Stellung der Hauptstraße inne, was bedeutete, dass sie in dieser Zeit die einzige durchgehend gepflasterte Straße Kölns war. Ihren aktuellen Namen erbte die Straße aus der Besatzungszeit der Franzosen, die all die verschiedenen Teilnamen der einzelnen Abschnitte unter "Rue Haute" zusammenfassten.

Schon immer war die Straße ein wichtiger Bestandteil der Stadt. Viele einflußreiche Bürger besaßen hier ihre Häuser. Heute ist sie vor allem eine beliebte Einkaufsstraße, die auch von Touristen aus aller Welt zum "shoppen" genutzt wird. Von der Domplatte gelangt man auf ihr schnellen Schrittes zur Schildergasse, die einen inmitten der konsumfreudigen Mitmenschen zum Neumarkt führen kann.


In Anlehnung an das Werk "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" von Paul Clemen von 1930. Daten und Inhalte überwiegende entnommen dem Band 7, IV Abteilung, " Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln " Inhalt: Stadtbefestigungen, Städtische Festhäuser, Städtische Kaufhäuser, Militärische Gebäude der Reichsstadt, Erzbischöfliche Paläste, Gerichtsdenkmäler, Bauten für die Preussische Regierung, Bauten für kulturelle Zwecke, Zunftdenkmäler, Wohnhäuser, öffentliche weltliche Denkmäler. Hier: ohne Rathaus.


Königin Augusta Halle ( Glaspassage ) 1845 kam der erste Gedanke auf, das Straßenstück Hohestraße, Brückenstraße, Ludwigstraße zu überdachen. Erst im August 1861 wurde dann nach den Plänen von J. Peter Weyer mit den Erdarbeiten begonnen. Am 4. September stieß man dann auf den Kirchhof von St. Columba. Die vielen gefundenen Gebeine wurden dann nach Melaten überführt. 1863 war der Glasüberbau fertig und am 15. Oktober für das Publikum, gegen 2,5 Silbergroschen für dem Dombaufonds, freigegeben. Am 15. Dezember war die Öffnung für den allgemeinen Verkehr. Ein Versuch, die Passage zu erwerben durch den städtischen Armenfonds wurde vom Rat in der Sitzung am 19. September mit 23 zu 7 Stimmen abgelehnt. In dem Passagenstück waren rd. 70 Läden untergebracht. Quelle: Stadtanzeiger vom 28.XII.1888 .

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