St.Maria im Kapitol, Marienplatz, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1844)

Kirchen in Köln - Stiche vor 1900 : St.Maria im Kapitol

Marienplatz (50676 Altstadt-Süd)


Köln, die Stadt der Kirchen. Neben unserem geliebten Dom haben wir noch 12 romanische Kirchen ( St. Andreas, St. Aposteln, St. Caecilien, St Georg, St. Gereon, St. Kunibert, St. Maria Lyskirchen, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin, St Pantaleon, St Severin, St Ursula ) und eine Vielzahl weiterer Kirchen, die z.T inzwischen abgerissen wurden wie z.B. 1825 St. Jacob oder die durch Kriege, Feuer oder Naturgewalten zerstört aber teilweise auch wieder aufgebaut wurden Beispiel : St. Kunibert

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards.

Über die Entstehung der Kirche gibt es keine hundertprozentigen Dokumente. In alten Urkunden taucht der Name Maria in Malzbüchel, Maria alta und Marien i. Cap auf. Ob es sich hier um diese Kirche handelt, wird angenommen. Als wahrscheinliche Lösung der Frage wird die Stiftung der Marienkirche durch Plektrudis, Gemahlin von Pippin angesehen. In der Mitte der Kirche wurde das Grabmal der Prektrudis entdeckt. Die erste urkundliche Nachricht über den Bau der Kirche enthält das Testament des Erzbischofs Bruno von 965. Die Einweihung erfolgte am 18.10 1065 durch Erzbischof Anno. Bei der Weihung im Jahre 1049 durch Papst Leo IX bei einem Aufenthalt in Köln soll es sich um die Weihung des Kreuzaltars gehandelt haben. In der Folgezeit erfolgten viele Ergänzungen und Änderungen. Begüterte Patrizierfamilien aus der Stadt stifteten zwei Kapellen. Im Jahre 1465 die Salvatoren Kapelle durch die Familie Hardenrath und Sibille Schlössgin und 1493 eine ähnliche Kapelle in der Nordecke der Kirche durch die Familie v. Hirtz. 1594 erhielt die Kirche ein von Weckrath gegossenes Taufbecken von Messing. Im Anschluss an die Kapelle wurde die Sakristei gebaut und 1524 wurde von der Familie Hackeney gestiftete Lettner eingebaut. 1637 stützte der Turm ein. Vom Mittelturm blieb nur noch die unter ihm gelegene Vorhalle. Der Abbruch weiterer oberer Teile erfolgte um 1780. In den 60er und 70er Jahren des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche eine neue innere Einrichtung, wobei auch der Hackeneysche Lettner ans Westende des Mittelschiffes verlegt wurde. Am 9. Juni 1802 wurde das Marienstift aufgelöst und die Kirche zur Pfarrkirche der Gemeinde Klein St. Martin. 1849 wurde dann der westliche und nördliche Kreuzflügel umgebaut und das romanische Portal an der Kasinostraße errichtet. In den Jahren von 1866 bis1880 erfolgten Innenausmalungen und das Fußbodenmosaik. In der gleichen Zeit erfolgte eine weitere Ausschmückung des Innenraumes. Quelle: Die Kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln II von Paul Clemen St.Maria im Kapitol.Stahlstich von Lange/Riegel, Darmstadt 1844

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