St. Andreas, Komödienstr., 50667 Köln - Altstadt-Nord (1840)

Kirchen in Köln - Stiche vor 1900 : St. Andreas

Komödienstr. (50667 Altstadt-Nord)

Als um 1782/1783 in dieser Straße das erste Theater Kölns mit festem Haus gebaut wurde trug die Straße noch den Namen "Schmierstraße".Dieser leitete sich ab von den lange Zeit dort ansässigen Fetthändlern, den "smermengere".

Das Theater bestand knapp 70 Jahre. dann wurde es bei einem Brand Opfer der Flammen. Ebenso das nachfolgende Haus an gleicher Stelle, dem sogar nur 7 Jahre nach seiner Errichtung 1862 vergönnt waren. Danach wechselte das Theater seinen Standort und war an der Glockengasse zu finden.

Alte Überreste finden sich noch in Form von Mauerresten der römischen Stadtmauer, etwa an der Kreuzzung Tunisstraße.

Im Mittelater wurde an der Straße auch das St. Andreaskloster mitsamt  dazugehöriger Kirche gegründet. In der Krypta liegt Albertus Magnus begraben. Der Weg der Komödienstraße führt zum Zeughaus, dem Kölnischen Stadtmuseum, mit Exponaten aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit.


Köln, die Stadt der Kirchen. Neben unserem geliebten Dom haben wir noch 12 romanische Kirchen ( St. Andreas, St. Aposteln, St. Caecilien, St Georg, St. Gereon, St. Kunibert, St. Maria Lyskirchen, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin, St Pantaleon, St Severin, St Ursula ) und eine Vielzahl weiterer Kirchen, die z.T inzwischen abgerissen wurden wie z.B. 1825 St. Jacob oder die durch Kriege, Feuer oder Naturgewalten zerstört aber teilweise auch wieder aufgebaut wurden Beispiel : St. Kunibert

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards.

St. Andreas.Der Neubau der jetzigen Kirche wird dem 13. Jahrhundert zugeschrieben.Teile des Nordturms mit dem angrenzenden Vorhallenbau zeigen einen leicht abweichenden jüngeren Teil. Ab 1414 wurde nach dem Abbruch des alten Chors und der Krypta unter Erzbischof Dietrich von Mörs der neue Chor errichtet.Gegen Ende des 15. Jah. wurde das südliche Querschiff abgebrochen und in spätgotischer Form wieder aufgebaut. Eine abermalige Erneuerung des Chors erfolgte 1770. Der Turm wurde 1860 umpfangreich restauriert. 1880 wurde die Kapelle des Albert Magnus erneuert.Stahlstich von Lange gest. v. Hablitscheck.Bild ist vergleichbar mit Lithographie von Lange/Schott mit geringfügigen Änderungen.

Weitere Fotos aus der Sammlung "Kirchen in Köln - Stiche vor 1900"